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Schulprogramm Version 2008 Georgschule Sekundarstufe 1 Ganztagsschule Erzbergerstr. 26 33102 Paderborn Tel. 05251-35088 Fax 05251-35569 |
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Ansprechpartner:
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Schulleiter: Bernd Hesse |
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Stellvertretender Schulleiter: Willi Liethen |
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1. |
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2. |
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2.1 |
Präambel |
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2.2 |
Darstellung der Georgschule als Ganztagsschule |
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2.3 |
Leitlinien der Bildung und Erziehung in der Georgschule |
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3. |
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3.1 |
Arbeitsschwerpunkte in der Doppeljahrgangsstufe 5/6 |
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3.2 |
Arbeitsschwerpunkte in der Doppeljahrgangsstufe 7/8 |
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3.3 |
Arbeitsschwerpunkte in der Doppeljahrgangsstufe 9/10 |
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4. |
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4.1. |
Erfahrungsorientierung |
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4.2. |
Handlungsorientierung |
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4.3. |
Zukunftsorientierung |
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4.4. |
Wissenschaftsorientierung |
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4.5. |
Arbeitsstunden und deren Konzeption |
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4.6. |
Arbeitsgemeinschaften und WP-Unterricht |
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4.7. |
Differenzierung |
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4.7.1. |
Förderunterricht als differenzierter Unterricht |
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4.7.2. |
Sprachliche Förderung in den Klassen 5,6 und 7 |
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4.8. |
Lernen lernen / Vermittlung von Arbeitstechniken |
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5. |
KlassenlehrerInnen in einer Jahrgangsstufe und Koordinator für eine Jahrgangsstufe |
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6. |
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6.1. |
Die Schulverfassung der Georgschule |
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6.2. |
Anti-Bullying-Konvention |
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6.3. |
Der Anti-Bullying-Vertrag |
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6.4. |
Anti-Bullying-Maßnahmen |
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7. |
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7.1 |
Zweiter Schulanfang |
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7.1.1 |
Integration der SchülerInnen aus anderen Schulformen / Schulformwechsler |
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7.1.2 |
Schulfahrten |
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7.1.3 |
Das Medienkonzept unserer Schule |
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7.1.4 |
Zertifikatskurse Technik und Informatik |
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7.1.5 |
Bewegung, Sport und Spiele |
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7.1.6 |
Konzept zur Gesundheitsförderung |
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7.1.7 |
Förderverein |
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7.1.8 |
Schaffung eines guten Schulklimas und Identifizierung mit der Schule |
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7.1.9 |
Förderung der vom Schulabgang ohne Abschluss bedrohten SchülerInnen / BUS |
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7.2 |
Werteerziehung und Gewaltprävention (PUSCH) |
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7.2.1 |
Streitschlichterschulung/ Streitschlichtung |
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7.3 |
Förderung und Forderung von Leistung |
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7.4 |
Stärkung der Sozialkompetenz als unterrichtsbegleitendes Prinzip und durch |
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individuelle Förderung ("erziehender Unterricht" und Soziales Lernen) |
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7.5 |
Beratungskonzept und Schulsozialarbeit |
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7.6 |
Geschlechtsspezifische Sexualaufklärung in den Klassen 6 und 7 |
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7.7 |
Berufswahlvorbereitung in Kooperation mit außerschulischen Partnern |
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7.7.1 |
StuBo: Studien- und Berufsorientierung |
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7.72 |
StuBo-Prozesslandschaft 2007 85 |
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7.73 |
Prozessplan Hochstiftberufemarkt |
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7.7.4 |
SCHUB: Schule und Betrieb |
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7.7.4.1 |
Vertrag mit der Partnerfirma Hella KG |
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7.7.5 |
Teilnahmezertifikat SchuB |
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7.8 |
Öffnung von Schule und Einbeziehung von außerschulischen Lernorten |
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7.9 |
Mädchen-/Jungenförderung |
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8. |
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Nachwort |
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Impressum |
Schulprogrammarbeit ist in Nordrhein-Westfalen ein zentraler Bestandteil der Qualtitätsentwicklung und Qualitätssicherung. Wie alle Schulen hatte auch die Georgschule den Auftrag, bis zum 31.12.2005 ihr Schulprogramm zu überprüfen und weiter zu entwickeln. Mit der vorliegenden Veröffentlichung sind wir dieser Aufforderung nachgekommen.
Seit dem Bestehen der Georgschule als Ganztagsschule im Jahr 1989 in der Trägerschaft der Stadt Paderborn ist das Kollegium schon recht früh neue Wege gegangen, um den veränderten Ansprüchen an eine Hauptschule in dieser Form gerecht zu werden. Die Ergebnisse dieser Arbeit wurden einer ständigen kritischen Überprüfung und Weiterentwicklung unterzogen, so dass die Georgschule ein für Neuerungen offenes und innovatives System geblieben ist. Daraus konnte sich für unsere Schule ein eigenständiges Profil herausbilden, welches auch in den nächsten Jahren weiter zu entwickeln ist.
Für diese pädagogische Handlungseinheit müssen hinsichtlich der Qualitätssicherung und –entwicklung auch zukünftig von der gesamten Schulgemeinde neue Wege eröffnet werden, ohne aber bestimmte Leitlinien und Grundsätze aufzugeben.
Mit der Erstellung des Schulprogramms wird der Versuch unternommen, fast alles darzustellen, was die Georgschule mit ihrem besonderen Profil hinsichtlich Unterricht und Schulleben ausmacht. Die wichtigsten Facetten werden in dieser verschriftlichten Form aufgezeigt und auch im Internet unter http://hs-georg.lspb.de für alle an der Georgschule Interessierte einsehbar gemacht.
Um auch rein äußerlich zu verdeutlichen, dass dieses vorliegende Schulprogramm den Stand der Entwicklung nur bis zum 31.12.2007 wiedergibt, wird keine gebundene Fassung herausgegeben. Vielmehr wird durch das mögliche Herausnehmen von Seiten aus diesem Ordner auch klar: Unser Schulprogramm ist nicht festgeschrieben und hat sich durch Evaluation und ständige Überprüfung weiter zu entwickeln!
Allen Beteiligten, die an der Erstellung dieses Schulprogramms durch ihre Ideen und Ausführungen mitgewirkt haben, sei an dieser Stelle für ihre Mithilfe herzlich gedankt.
B. Hesse / Schulleiter
2. Schulprogramm der Georgschule Stand: 12.2007 [Inhalt]
2.1 Präambel
Auf der Grundlage der Werteordnung des Grundgesetzes und der Verfassung des Landes NRW ergibt sich für die Georgschule der verpflichtende Auftrag, die Kinder und Jugendlichen zur Einhaltung ethischer Grundregeln, zu einem Interesse an politischen Fragen und zu Toleranz und Respektierung der religiösen Gefühle anderer zu erziehen. Gegenüber den verschiedenen Lebensformen und –entwürfen unserer pluralistischen Gesellschaft zeigt sich die Georgschule offen. Ohne Rücksicht auf Herkunft oder wirtschaftliche Lage hat in unserer Schule jeder junge Mensch das Recht auf eine seiner Begabung entsprechende Erziehung und Bildung.
2.2 Darstellung der Georgschule als Ganztagsschule

Die Georgschule - Sekundarstufe I –Ganztagsschule - der Stadt Paderborn befindet sich im Westen der Stadt, im Riemekeviertel. In unmittelbarer Nähe liegen der größte Arbeitgeber der Stadt Paderborn aus der Computerbranche, das Arbeitsamt sowie die Kreispolizeibehörde.
Etwa 510 Schülerinnen und Schüler aus dem gesamten Stadtgebiet und den angrenzenden Städten und Gemeinden besuchen die 20 Klassen der Schule und werden von 45 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet.
Die Schule ist für alle SchülerInnen mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Die kurze Entfernung zur Stadtmitte mit ihrer entsprechenden Infrastruktur erlaubt es, auch außerschulische Lernorte wie z.B. Museen, Theater, Kirchen, Technologie- und Bildungszentren, Sportveranstaltungen, Betriebe und Banken zu Fuß zu erreichen.
Die Stundentafel der einzelnen Jahrgänge/ Klassen wird möglichst so gestaltet, dass Haupt- und Nebenfächer, Arbeitsstunden (Unterrichtszeit zur Anfertigung und Betreuung von Arbeitsanweisungen) und Arbeitsgemeinschaften bzw. der Wahlpflichtunterricht die Inhalte aus den musischen, sportlichen, handwerklichen und informationstechnischen Bereichen über den ganzen Tag verteilt unterrichtet werden, damit die SchülerInnen durch diesen Wechsel in den Angeboten optimal gefördert und motiviert werden.
Durch die angestrebte Bildung von Kleingruppen in den Bereichen Förderunterricht, Kunst, Textil, Physik, Chemie, Wirtschaftslehre, Informatik, Musik, Technik und Hauswirtschaft soll zielorientiertes und erfolgreiches Lernen gewährleistet werden.
In den 60 Minuten der Mittagspause (13:05 –14:05 Uhr ) besteht das Angebot der Einnahme von Mahlzeiten in der Schule. Die SchülerInnen, die im unmittelbaren Umfeld der Schule wohnen, können mit einer Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten ihr Mittagessen auch zu Hause einnehmen.
Als Ganztagsschule unterrichten wir die SchülerInnen in der Zeit von 7.55 Uhr bis 15.35 Uhr. Am Freitag endet der Unterricht um 13.05 Uhr.
Die Hausaufgaben werden mit Hilfe der LehrerInnen in der Schule erledigt und die Eltern dadurch entlastet.
Wir offerieren aktive und sinnvolle Freizeitangebote in unseren Arbeitsgemeinschaften.
Für unsere SchülerInnen gibt es ein Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung in der Mittagspause.
Wir erteilen Förderunterricht in Deutsch, Englisch und Mathematik.
Nur wenige LehrerInnen arbeiten als Team in den Jahrgangsstufen zusammen (Klassenlehrerprinzip).
Bei Problemen beraten und unterstützen wir SchülerInnen und Eltern durch Schulsozialarbeit und unsere Beratungsangebote.
Darauf legen wir großen Wert:
Enge Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und LehrerInnen
Persönlicher und vertrauensvoller Umgang mit SchülerInnen
Gutes Schulklima durch ein friedvolles Miteinander
Bewusstmachen von Werten und die Pflege von angemessenen Umgangsformen
Einhaltung von Regeln und Absprachen
Übernahme von Verantwortung und Hinführung zur Selbstständigkeit
Intensive Förderung unserer SchülerInnen
Vermittlung von solidem Grundwissen und eine verlässliche erzieherische Unterstützung
Schülergerechte Leistungsanforderungen
Qualifizierte Vorbereitung auf Ausbildung und Beruf durch enge Kontakte zu Betrieben und der Agentur für Arbeit
Sicherer Umgang mit den neuen Technologien (Informatik) als verpflichtendes Unterrichtsangebot von Klasse 5 bis 10
2.2 Leitlinien der Bildung und Erziehung in der Georgschule
Das Wohl der Kinder und Jugendlichen steht im Mittelpunkt unserer Bemühungen. In der Georgschule als Ganztagsschule, die für sie Arbeits- und Lebensraum bedeutet, sollen sie sich wohl fühlen. Um einen qualifizierten Abschluss zu erreichen, sollen unsere SchülerInnen ihre Fähigkeiten kennen lernen, einsetzen und weiterentwickeln. Diesen Prozess fördert und unterstützt unsere Schule.
Die jungen Menschen mit ihren Stärken, aber auch mit ihren Schwächen werden von uns ernst genommen. Nach dem Übergang von der Grundschule in die 5. Klasse unserer Schule wird versucht, eine positive Arbeits- und Lebenseinstellung aufzubauen, Basisqualifikationen zu vermitteln, Alltagstugenden einzuüben und die Verantwortung gegenüber Menschen und Dingen zu betonen. Erziehen bedeutet für uns Begleitung der SchülerInnen, ihnen Halt und Unterstützung zu geben, um sie in ihrer Persönlichkeit zu stärken. Ihre Entwicklung zu selbstbewussten, kritikfähigen und kritischen Menschen stellt für uns eine wichtige Aufgabe dar.
Im Schulalltag sollen unsere SchülerInnen lernen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Gleichzeitig wollen wir sie auch befähigen, mit Emotionalität und Aggressivität umzugehen und Konfliktsituationen gewaltfrei zu lösen.
Die Kinder und Jugendlichen sollen erfahren, dass gegenseitige Rücksichtnahme und Unterstützung, Lob und Freundlichkeit, Offenheit, Vertrauen und Zusammenhalt, aber auch Konsequenz, der Hinweis auf Fehlverhalten und das bewusste Aufzeigen von Grenzen für das Zusammenleben in unserer Schulgemeinschaft hilfreich und von großer Notwendigkeit sind.
Im Umgang miteinander bemühen sich alle am Schulleben Beteiligten um ein harmonisches Zusammenleben, das sich in Rücksichtnahme, in der Achtung voreinander und in gegenseitiger Akzeptanz äußert.
Durch die individuelle Förderung und Leistungsforderung sowie durch die Stärkung der Sozialkompetenz als einem unterrichtsbegleitenden Prinzip legen wir Wert auf einen "erziehenden Unterricht". Durch eine didaktische und methodische Aufbereitung der Unterrichtsinhalte sollen die geistigen und sozialen Fähigkeiten der SchülerInnen so geschult werden, dass Lernfreude und Leistungsbereitschaft zu guten Schulabschlüssen führen.
Nicht nur leistungsstarken, sondern auch leistungsschwächeren SchülerInnen werden geeignete Hilfen angeboten. Ein umfangreiches Beratungsangebot und die Schulsozialarbeit stützen diese Maßnahmen und geben individuelle Hilfen zur Konfliktbewältigung.
Im Rahmen einer intensiven theoretischen und praktischen Berufswahlvorbereitung ab Klasse 8 werden die Jugendlichen bei uns in enger Kooperation mit außerschulischen Partnern auf das Berufsleben vorbereitet.
Wir fühlen uns unserem Leitspruch "Wir kümmern uns" stets verpflichtet und bemühen uns nach besten Kräften darum, dass die Georgschule ein Raum mit Lern- und Lebensatmosphäre ist, in dem wir uns miteinander wohl fühlen können. Gemäß unserem Leitspruch kümmern wir uns um die Bildung und Erziehung unserer SchülerInnen. In der Präambel unseres Schulprogramms sind die Ziele dafür definiert.
3. Schwerpunkte des Schulprogramms der Georgschule[Inhalt]
Das Haus des Lernens:

Sicherung und Weiterentwicklung des bestehenden Schulprofils durch
Vermittlung von allgemeinbildenden Basisqualifikationen und deren Sicherung
Werteerziehung und Gewaltprävention
Stärkung der Sozialkompetenz als unterrichtsbegleitendem Prinzip und individuelle Förderung ("erziehender Unterricht")
Fördern und Einfordern von Leistung
einen behutsamen Übergang von der Grundschule ("2. Schulanfang")
die Betonung des Klassenlehrerprinzips
ein umfassendes Beratungssystem und Schulsozialarbeit
Berufswahlvorbereitung in Kooperation mit außerschulischen Partnern
Aktivitäten im künstlerischen, musischen und sportlichen Bereich
Öffnung von Schule und Einbeziehung von außerschulischen Lernorten
Gestaltung der Schule und Klassenräume sowie deren Sauberkeit (Wohlfühlaspekt)
Hinführung an die neuen Technologien ab Klasse 5
Mädchen- und Jungenförderung
Mitwirkungsmöglichkeiten aller am Schulleben beteiligten Personen
Schaffung eines angenehmen Schulklimas und Identifizierung mit der Schule
Hinführung aller Jugendlichen zu einem Schulabschluss
Vereinbarungen sind zu treffen und festzulegen, die zu einem verbindlichen Handeln aller Beteiligten werden. Die Schulordnung bildet dabei ein Kernstück und dient der Orientierung für alle am Schulleben beteiligten Personen.
3.1.

Arbeitsschwerpunkte in der Doppeljahrgangsstufe 5/6 ( Erprobungsstufe )
Basisqualifikationen
Einüben von grundlegenden Arbeitstechniken
Anknüpfen an das Erlernte aus der Grundschule
Ständiges Wiederholen, Sichern und Vertiefen
Erfahrungs- und handlungsorientiertes Arbeiten
Alltagstugenden / Soziales Lernen
Umgangsformen
Regeln und Absprachen einhalten
Rituale einüben
Höflichkeit
Zuverlässigkeit
Ehrlichkeit
Pünktlichkeit
Lebenseinstellung
Lust auf Schule wecken
Motivation durch Erfolgserlebnisse steigern
Aufbau eines Selbstwertgefühls und gesunden Selbstbewusstseins
Sicheres Auftreten
Zuwendung geben und sich von der Schule angenommen fühlen
Zukunftsperspektiven aufzeigen
Verantwortung gegenüber Menschen und Dingen
Konfliktfähigkeit
Kooperationsfähigkeit
Persönliche Bedürfnisse und Interessen der MitschülerInnen und Schule in Einklang bringen
Übernahme von Aufgaben
Behutsamer Umgang mit fremdem Eigentum
Einsicht verschaffen: die Schulgemeinschaft ist nur dann funktionsfähig, wenn jeder sich an die Schulordnung hält
3.2.

Arbeitsschwerpunkte in der Doppeljahrgangsstufe 7/8 ( Findungsstufe )
Leistungsorientierung
Leistungsdifferenzierung
Fördermaßnahmen
Neigungsschwerpunkte erkennen
Schlüsselqualifikationen
Ständig verfügbares allgemeinbildendes Grundwissen wiederholen , üben und vertiefen
Methoden- und Medienkompetenz aufbauen ("Lernen lernen")
Informationstechnologische Grundbildung verschaffen
Umgangsformen bei verschiedenen Anlässen unterscheiden und einüben
Rücksicht auf Andere nehmen
Helfen lernen
Lebenseinstellungen
Angemessene Bewältigung von Konfliktsituationen in der Schule und Freizeit
Umgang mit legalen und illegalen Drogen
Interessen von Schule, Elternhaus und Freunden (Clique) in Einklang bringen
Hinführung zu eigenverantwortlichem Handeln
Berufswahlvorbereitung /Praktikumsvorbereitung
Eigene Fähigkeiten und Fertigkeiten feststellen
Kennenlernen von Berufen
Betriebserkundungen
Kontakte zum Berufsberater
Berufsinformationszentrum (BIZ) im Arbeitsamt aufsuchen
Förderung von Mädchen in frauenuntypischen Berufen
Teilnahme am Hochstiftberufemarkt
Abläufe in der Wirtschaft erkennen
Erstellen von Bewerbungsunterlagen
Durchführung des 1. Betriebspraktikums
3.3.

Arbeitsschwerpunkte in der Doppeljahrgangsstufe 9/10 (Zielstufe)
Lebenseinstellung
Eigene Entscheidungen treffen
Interessen von Elternhaus, Schule und fremden Personen unterscheiden
Hinführung und Bereitschaft zum Erwerb eines Schulabschlusses
Durch einen guten Schulabschluss die Chancen für den Einstieg in das Berufsleben erhöhen
Förderung von SchülerInnen, die vom Schulabgang ohne Schulabschluss bedroht sind
Berufswahlvorbereitung und Berufsfindung
Praktikumsvorbereitung
Suche nach geeigneten Praktikumsbetrieben
Durchführung des 2. Betriebspraktikums
Nachbereitung und Dokumentation des jeweiligen Betriebspraktikums
Bewerbungstraining in Kooperation mit außerschulischen Partnern
Betriebserkundungen
Berufsberatung durch das Arbeitsamt
Informationen durch das Berufskolleg und Kooperation
SCHuB - Schule und Betrieb: schulische und betriebliche Ausbildung im Verbund
Veranstaltungen außerhalb des Unterrichts wie Rechtskunde, Erste Hilfe, Erwerb des Mofa-Führerscheins
Schlüsselqualifikationen
Übernahme von Verantwortung in der Schule und im privaten Bereich
Förderung der Selbstständigkeit
Verantwortungsbewusstsein schärfen
Umgangsformen weiterentwickeln
Leistungsbereitschaft zeigen
Regeln und Ordnung der Schule anerkennen und akzeptieren
Pünktlichkeit anstreben
Funktionsfähigkeit einer Klassen- und Schulgemeinschaft fördern
Die Hauptschule Georg nach außen vertreten
Toleranz
4. Prinzipien für das Lehren und Lernen in der Georgschule[Inhalt]
Die Grundlage für ein ganzheitliches Lernen, das die Arbeit in unserer Schule prägen und erfüllen soll, sind folgende Prinzipien:
Erfahrungsorientierung
Handlungsorientierung
Gegenwarts- und Zukunftsorientierung
Wissenschaftsorientierung
4.1. Erfahrungsorientierung
Unsere Schülerinnen und Schüler sind geprägt von ihren Lebensbedingungen und –erfahrungen, die wiederum Voraussetzungen für das schulische Lernen sind. Sowohl die sachlichen Lehr- und Lerninhalte als auch die Schaffung eines positiven emotionalen Umfeldes werden von ihnen bestimmt. Unsere Ganztagsschule stellt einen nicht unerheblichen Ausschnitt aus der Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen dar, in dem sie beeinflusst und geprägt werden. Für das Schaffen einer positiven Lebenseinstellung von der Einschulung bis zur Schulentlassung bieten sich gerade für unsere Schule im Ganztagsbetrieb gute Möglichkeiten.
Grundlage und Ziel des fachlichen und fächerübergreifenden Lernens ist es, den Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, ihre Alltagserfahrungen zu reflektieren, sich mit der Lebenswirklichkeit kritisch auseinander zu setzen und darüber hinaus neue Erfahrungen zu erwerben.
Die Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen wird heutzutage verstärkt durch multimediale Einflüsse geprägt. Haltungen, Informationen, Kenntnisse und Einsichten werden durch diese Medien Tag für Tag vermittelt. Die Heranwachsenden zur kritischen Auseinandersetzung zu veranlassen und sie zur eigenständigen Meinungsbildung und persönlicher Beurteilung zu befähigen ist täglich für das Kollegium eine große Herausforderung.
4.2. Handlungsorientierung
Unsere Schülerinnen sind in der Regel aufgrund Ihrer Interessen und ihrer Möglichkeiten auf handlungsorientiertes Lernen ausgerichtet. In aktiver Auseinandersetzung mit den Lerngegenständen können sie Sachzusammenhänge erkennen und verstehen sowie neue Erkenntnisse gewinnen. Eine gute Möglichkeit zu handlungsorientiertem Lernen bietet nach unserem Verständnis das projektorientierte Arbeiten als einem Unterrichtsprinzip für alle Fächer. Die Betonung der Handlungsorientierung ermöglicht Lernsituationen, die tätigkeitsorientierte Situationen schaffen und zu Handlungsprodukten führen, in denen Schülerinnen und Schüler die eigene Arbeit besser dokumentiert finden und die den Sinn schulischen Lernens besser artikulieren helfen. Das Prinzip des kognitiven Anspruchs ist dabei aufrecht zu erhalten.
4.3. Gegenwarts- und Zukunftsorientierung
Lehren und Lernen in unserer Schule muss so angelegt sein, dass Ziele, Inhalte und Verfahren dem Prinzip der Gegenwarts- und Zukunftsorientierung gerecht werden.
Die Heranwachsenden müssen in ihrer Persönlichkeit so gefordert und gefördert werden, dass sie nicht nur in ihrer gegenwärtigen Lebenssituation, sondern auch in Zukunft befähigt sind, zwischenmenschliche und gesellschaftspolitische Beziehungen positiv zu beeinflussen.
Eine Grundlage dafür bildet unsere Schulordnung, die in besonderer Weise auf die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler eingeht, aber auch die in unserer Schule geltenden Leitlinien berücksichtigt.
4.4. Wissenschaftsorientierung
Subjektive Erfahrungen können überprüft und korrigierend durch die Vermittlung von wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen und Methoden helfen, die Welt durchschaubarer zu machen. Für uns Unterrichtende bedeutet Wissenschaftsorientierung die Verpflichtung, den Fortschritt der Forschung zu verfolgen und die Unterrichtsinhalte und –methoden bei Bedarf zu verändern.

4.5. Arbeitsstunden und deren Konzeption
Schwerpunkt des Ganztagsbereiches soll die Förderung aller SchülerInnen in den Arbeitsstunden sein.
Entsprechend der Elternwünsche sollen die verbleibenden Hausaufgaben auf ein entsprechendes Minimum begrenzt werden.
Arbeitsstunden sollen Defizite besonders in den Jahrgangsstufen 5/6 ausgleichen.
Die SchülerInnen sollen befähigt werden, Aufgaben zunehmend selbstständig zu lösen.
Die Arbeitsstunden sollen die SchülerInnen zu größerer Lernmotivation anhalten.
Sie sind für den Lehrer keine Beaufsichtigungsstunden, in denen er möglicherweise noch disziplinieren muss.
Für den Lehrer ergeben sich vielmehr folgende Aufgaben:
Er hat die SchülerInnen vor Beginn der Stunde auf relevante Stoffe einzelner Fächer hinzuweisen.
Er muss für seine Gruppe sinnvolle Arbeitsmethoden überlegen.
Gute SchülerInnen sind anzuweisen, schwächeren zu helfen.
Phasen ruhigen Arbeitens sind von ihm den Schülern zu ermöglichen.
Die Fachlehrer haben für die Arbeitsstunden ergänzende Aufgaben bereitzustellen.
Bei der Zusammenstellung der ergänzenden Aufgaben muss zwischen stärkeren und schwächeren SchülerInnen differenziert werden.
Dabei ist zu überlegen, wie diese Aufgaben wieder in den normalen Unterricht integriert werden können.
Auch GanztagsschülerInnen haben noch Hausaufgaben zu erledigen.
In den 5. und 6. Jahrgangsstufen sollten diese Hausaufgaben nicht über 20 Minuten hinausgehen.
Dabei sollten von den SchülerInnen zu Hause unter anderem folgende Aufgaben erledigt werden:
Vokabeln lernen
Texte auswendig lernen
Texte lesen
Beobachtungs- und Sammelaufgaben erledigen
Hören und Sehen von Rundfunk- und Fernsehsendungen
Die Räume für die Arbeitsstunden sollten mit vielfältigen Lernhilfen (verschiedene Materialien, Arbeitsgeräte, Nachschlagewerke und andere Bücher, Wandbilder usw. ) ausgestattet werden.
In den Hauptfächern wird pro Woche mindestens 1 Arbeitsstunde den SchülerInnen gewährt.
4.6. Arbeitsgemeinschaften und Wahlpflichtunterricht
Laut Erlass beinhalten Arbeitsgemeinschaften in der Stundentafel der Hauptschule folgendes Ziel:
Arbeitsgemeinschaften dienen der Anleitung zu gestalterischer, handwerklicher, musischer und sportlicher Betätigung.
Betrachtet man den Inhalt des Erlasses als Grobziel und sieht die vier genannten Betätigungsfelder als Rahmen an, so lassen sich in ihm eine Vielzahl von sinnvollen Freizeitaktivitäten mit SchülerInnen entwickeln. Mögliche Bereiche, aus denen AG`s gebildet werden können, sind:
handwerklicher Bereich und Kunst
Hauswirtschaft
Sport
Schrift und Sprache
Spiele
Medien, Computer, Videografieren, Fotografie, Kino, Fernsehen
Musische Betätigung
Sport und sportliche Betätigung in Zusammenarbeit mit Vereinen
Bevor diese Bereiche im Einzelnen thematisiert und durchstrukturiert werden, sollte über folgende Punkte nachgedacht werden:
Räumliche Möglichkeiten und Ausstattung der Schule
Ist eine Zusammenarbeit der AG und einer außerschulischen Einrichtung (Verein, Musikschule u.a.) möglich? Diese sollte unbedingt genutzt werden.
Für welchen Zeitraum sollten die Angebote gelten ?
Entstehen zusätzliche Kosten und wer ist Träger dieser Kosten?
Ist es sinnvoll, Arbeitsergebnisse der AG`s einem breiten Forum vorzustellen und in welcher Form kann dies geschehen ?
Sehen wir den Erlass als Grobziel an, dann sind ihm als mögliche Feinziele zuzuordnen:
Die AG`s sollen ein breites und vielfältiges Angebot enthalten.
Die Angebote dürfen keine Fortsetzung des Unterrichts sein.
Die AG`s sollen Impulse geben, motivieren, ermutigen und befähigen.
Die Schüler sollen Aktivitäten erfolgreich abschließen und ihre Ergebnisse den Mitschülern vorstellen
Lernen, mit der Freizeit sinnvoll umzugehen
Fähigkeiten entdecken, die noch im Verborgenen liegen
Erfolge außerhalb des üblichen Fächerkanons erleben
In den Arbeitsgemeinschaften darf und kann jeder Schüler sich selbst und seine Neigungen einbringen, ohne der Leistungsmessung zu unterliegen. Zwei Stunden wöchentlich, die in der Regel auf den Nachmittag entfallen, werden in jeder Jahrgangsstufe im Stundenplan dafür eingeräumt.
Es kommen einmal nicht nur Schüler gleichen Alters zusammen, sondern diejenigen mit gleichen Interessen lernen sich klassen- oder sogar jahrgangsstufenübergreifend kennen. Dabei können so nebenbei fremde Mitschüler zu guten Kameraden werden.
Die Angebote für die Arbeitsgemeinschaften sind breit gefächert. Sie kommen aus den Bereichen Sport, Freizeitgestaltung, gestalterisches Handeln, Musik, Informatik, Sprachkenntnisse etc.. Aber auch das intensive Erlernen sozialer Kompetenzen ist hier integriert. Einsichten in Bereiche aus dem normalen Fächerkanon können genauso gewonnen werden wie Aussichten auf berufliche Tätigkeiten.
Im Wahlpflichtunterricht, der ab der Jahrgangsstufe 7 erteilt wird, vertiefen die Schüler ihre Kenntnisse in einem Schulfach nach Wahl. Dieser Unterricht wird ebenfalls klassenübergreifend für die Doppeljahrgangsstufen 7/8 und 9/10 eingerichtet (Ausnahme Klasse 10, Typ B).
In den beiden Abschlussjahrgängen beschränken sich die Angebote des Wahlpflichtunterrichts auf die Bereiche Naturwissenschaften und Arbeitslehre. Im Gegensatz zu den Arbeitsgemeinschaften unterliegt der Wahlpflichtunterricht der Benotung mit einem versetzungswirksamen Einfluss.
4.7.Differenzierung
1. Allgemein verbindliche Differenzierungsvorgaben
Gemäß der Stundentafel für das Land NRW erfolgt eine Differenzierung in den Hauptfächern Englisch und Mathematik für die Jahrgänge 7-9. Zwei Differenzierungsgruppen gibt es, den Erweiterungskurs –E-Kurs- und den Grundkurs –G-Kurs- .
Die Differenzierung in der Jahrgangsstufe 10 entfällt, da hier eine Klassendifferenzierung erfolgt in eine Klasse 10 A und eine Klasse 10 B, wobei die SchülerInnen der Klasse 10 B sich soweit qualifiziert haben, dass sie nach erfolgreichem Abschluss dieser Klasse die Fachoberschulreife erwerben können oder auch zum Gymnasium/zur Gesamtschule wechseln können, um das Abitur zu erreichen.
Ein Schüler, der sich so qualifizieren möchte, sollte daher möglichst in beiden Fächern – Englisch und Mathematik – im Erweiterungskurs sein, wenigstens aber in einem Fach, da er sonst in die Klasse 10 B nicht aufgenommen werden kann.
2. Weitergehende schulspezifische Differenzierungsausgestaltung
Eine Ausweitung dieser uns vorgegebenen Differenzierung ist an unserer Schule möglich in Abhängigkeit von unserer Lehrerversorgung und der vorhandenen Raumkapazität, wodurch entweder die Wochenstundenzahl für diese beiden Fächer ansteigen kann oder auch kleinere Differenzierungsgruppen entstehen können. Grundlage der Einteilung in eine bestimmte Leistungsgruppe ist die mittelfristig erbrachte bzw. zu erwartende Leistung eines jeden Schülers.
Im Vordergrund steht die individuelle Anforderung an den Schüler bzw. dessen Förderung. Das zeigt sich auch bei notwendigen Wechseln. Im Normalfall wechseln die Schüler nach einem Halbjahr, in Ausnahmefällen auch innerhalb des Schulhalbjahres, wenn das - in Absprache mit den Fachkollegen- sinnvoll und notwendig erscheint.
4.7.1.Förderunterricht als differenzierter Unterricht
Anmerkung:
Die Grundlage eines entsprechenden Angebots an Differenzierungs- und Fördermaßnahmen ist eine ausreichende Lehrerversorgung.
Unsere Schule ermöglicht jedem Schüler durch das Angebot individueller Fördermaßnahmen im Laufe seiner Schulzeit sowohl allgemeinbildendes Grundwissen als auch allgemein verbindliche Fähigkeiten und Kulturtechniken in den Bereichen Deutsch und/oder Mathematik zu erwerben, durch:
Stunden-/Planvorgaben:
Fachbezogene Fördergruppen im AG-Bereich (ohne Leistungsdruck)
Bereitstellen von Lehrer-/Einzelstunden für individuelle Förderung (oder in Kleingruppen), die parallel zum zeitgleichen Fachunterricht erfolgt
individuelle Maßnahmen durch den Fachlehrer:
Binnendifferenzierung im Klassenverband
Leistungsabhängige Gruppenbildung in Kombination mit anderen Fächern im halbjährlichen Wechsel (z.B.: Informatik- /Förderunterricht Deutsch)

4.7.2 Sprachliche Förderung in Klassen 5, 6 und 7
Bildung der Fördergruppen
Alle Schüler der Klasse 5 unterziehen sich zu Beginn eines Schuljahres einem normierten Schulleistungstest. Die Fördergruppen werden für ein Jahr gebildet, danach ist je nach Leistungen und Fortschritten ein Wechsel bzw. das Verlassen der Gruppen möglich.
Inhalte der sprachlichen Förderung
Aufarbeitung von Defiziten in der Rechtschreibung und Grammatik der Klassen 3 / 4 der Grundschule
optional: Einsatz der Medienecken im Förderunterricht (individuell erstellte Übungsmöglichkeiten mit Hilfe des Programms Lernstatt sowie Nutzung des Programms efit)
Förderung in grundlegenden Arbeitstechniken (Schriftbild, Heftführung, Gestaltung von Arbeitsblättern, Abschreiben als Lerntechnik für das Rechtschreiben)
Förderung der Arbeit mit dem Wörterbuch
Leseförderung (lautes und sinnentnehmendes Vorlesen, Hilfen und Mittel zur Texterschließung einüben und anwenden)
Anlegen eines Lesetagebuches
Personelle und organisatorische Konsequenzen
Ausgesuchte Lehrer übernehmen den Förderunterricht in den Klassen 5, 6und 7, um Erfolge und Lernfortschritte über einen langen Zeitraum beobachten zu können. Dafür werden im Stundenplan zusätzliche Unterrichtsstunden eingeplant.
Der Förderunterricht umfasst 4 Stunden pro Woche neben den 8 Wochenstunden Deutschunterricht (insgesamt 12 Wochenstunden), in der 7. Klasse derzeit 2 Wochenstunden.
Der Unterricht findet in kleinen Gruppen statt und die Förderlehrer stehen in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Deutschlehrern und entwickeln gemeinsam passende Übungen und Arbeitsmaterial.
Auswirkungen der sprachlichen Förderung auf andere Unterrichtsfächer
Deutsch:
Schönschreiben und Schreibübungen werden im fünften und sechsten Schuljahr als konstante Übungen in den Unterricht integriert
Vertiefen von Leseübungen und Erarbeiten von Methoden zur Texterschließung
Kontinuierliche Arbeit mit dem Wörterbuch
Englisch:
Besondere Beachtung der Schüler, die am Deutschförderunterricht teilnehmen (Fremdsprachen LRS)
Nutzung der Arbeitsstunde, um Schwächen und Probleme gezielt aufarbeiten zu können (Austausch der Englischlehrer untereinander und mit den Deutschlehrern)
Mathematik:
Überlegungen zur Ausweitung des Förderprogramms auf den mathematischen Bereich
Allgemein:
Zum Erwerb allgemeiner Arbeitstechniken und Lernkompetenzen, die für alle Unterrichtsfächer von Bedeutung sind, können in den Jahrgängen 5 und 6 festgesetzte Projekttage zum Thema "Lernen lernen" veranstaltet werden (mögliche Inhalte: Hausaufgaben, Effektives Lernen und Üben, Führen von Heften und Ordnern, usw.).
Projekttage zum "Lernen lernen" werden auch auf die Jahrgänge 7 und 8 ausgeweitet.
4.7.2.1. Voraussetzungen und Bedingungen im organisatorischen Bereich
An der Georgschule sind für die Jahrgangsstufe 5, 6 und 7 je zwei Einzelstunden pro Woche Deutsch Förderunterricht fest im Plan verankert. Jede Klasse wird vom Klassenlehrer, der auch Deutschlehrer ist, in zwei Kleingruppen eingeteilt, die dann entweder zur Hälfte von ihm selbst oder von zwei anderen Deutschkollegen unterrichtet werden. Der zeitlich parallel stattfindende Unterricht hat den Vorteil, dass die zwei Kleingruppen in ihren Leistungen immer vergleichbar sind und dass bei eventueller Abwesenheit einer Lehrkraft der Unterricht kontinuierlich von der anderen Lehrkraft weitergeführt werden kann. Grundvoraussetzungen, um im Förderunterricht effektiv arbeiten zu können, ist die enge Zusammenarbeit und ein ständiger Austausch zwischen dem Förderlehrer und dem Deutschlehrer der Lerngruppe. Eine weitere Bedingung, um effektiv arbeiten zu können, ist die einheitliche Ausstattung an Unterrichtsmaterialien, d.h., dass jede/r Schüler/in eine Mappe führt. Jede/ Schüler/in hat sich an vorher vereinbarte Regeln zur Mappenführung zu halten:
Name des Schülers, Klasse, Fach
Inhaltsverzeichnis anlegen mit Datum, Thema, Seitenzahl
Deckblatt gestalten
Arbeitsblätter in Reihenfolge bringen
Saubere und lesbare Schrift mit Füller
Vollständigkeit
Sammeln von ergänzendem Material
Schönschreibheft
Wörterbuch
Nicht ganz selbstverständlich ist die Vollständigkeit der Federmappe eines jeden Schülers, die aber auch eine Voraussetzung für einen relativ störungsfreien Unterricht ist:
Füller, Ersatzpatrone
Bleistift, Anspitzer, Radiergummi
Lineal, Kleber
Buntstifte, Textmarker
Neben der Sprach- und Leseförderung hat das Einführen und Installieren von bestimmten grundlegenden Arbeitstechniken einen positiven Nebeneffekt.
4.7.2.2. Inhalte des Förderunterrichts
Inhaltlich umfasst der Förderunterricht Deutsch zwei große Komponenten:
a) die Festigung der Lesefähigkeit bzw. der Lesefertigkeit
Für die Umsetzung bieten sich folgende Methoden an:
- Lautes Lesen (Schüler)
- Lautes Lesen (Lehrer)
- Lesen in verteilten Rollen
- Selbständiges Lesen
Nach jeder Anwendung einer Methode steht anschließend die mündliche Reproduktion des Textinhalts, um sicher zu sein, dass alle Schüler denselben Informationsstand haben. Damit eine Texterschließung durch die Schüler gewährleistet ist, werden folgende Lern- und Arbeitstechniken eingeübt:
- Arbeitsanweisungen lesen und umsetzen
- bekannte Texte flüssig vorlesen
- einfache Texte überfliegen, um gezielt Informationen zu entnehmen
- Wortbedeutungen aus dem Zusammenhang erschließen oder nachschlagen
- Wortbedeutungen erfragen und nachschlagen
- Fragen zum Text erstellen
- Fragen zum Text beantworten
- Textinhalte wiedergeben
- Texte und Textabschnitte zusammenfassen
- Überschriften zu sichtbaren Textabschnitten formulieren
- Textaussagen in Stichwörtern notieren
Um die Schüler zum Lesen zu motivieren, erhalten sie bei der Textauswahl Mitspracherecht und können auch selbst auswählen, welche Textform für sie ansprechend ist.
Beim Lesen einer Ganzschrift bietet sich das Anlegen eines Lesetagebuches an, das jedem einen Freiraum lässt, wie er es gestalten möchte. Die unterschiedlichen Gestaltungskriterien werden der Gruppe erläutert. Das Vorstellen einer frei ausgewählten Ganzschrift von Seiten der Schüler fördert nicht nur die Lesekompetenz , sondern spricht auch noch andere soziale und individuelle Kompetenzen an.
Da im Rahmen der Leseförderung das Methodentraining - Lesen und Nachschlagen- einen hohen Stellenwert einnimmt, werden folgende Arbeitstechniken im Umgang mit dem Nachschlagewerk geübt:
- Fremdwörter richtig aussprechen und erklären können (Artikel und Herkunft)
- Verbformen im Grammatikanhang herausfinden und im Text richtig anwenden
- Unter einem Stichwort nachschlagen, Sachzusammenhänge erlesen
- und sinnvolle Lösungsansätze einbringen
RS - Fehler korrigieren können
b) Die Verbesserung der Rechtschreibung
Neben den Zusatzmaterialien zum Lehrwerk deutsch.kombi stehen jedem Kollegen die im Anhang befindlichen Arbeitsblätter zur Verfügung. Das zusammengestellte Material ist aus vielen unterschiedlichen Lehrwerken gesammelt, um die Defizite der förderbedürftigen Schüler zu minimieren.
Da schon sehr früh in der Jahrgangsstufe 5 der Hamburger Schulleistungstest für 4. und 5. Klassen durchgeführt wird, der das Sprachverständnis, das Leseverständnis, die Rechtschreibung, der Umgang mit grafisch und tabellarisch verschlüsselten Informationen sowie das Zahlenverständnis und die Rechenfertigkeit misst, lassen die Auswertung des Tests die individuelle Lernausgangslage eines jeden Schülers erkennen. Der Bereich der Rechtschreibung wird in diesem Test nur passiv erkundet, d.h. dass die Schüler Fehlschreibungen in einem vorgegebenen Text identifizieren und markieren müssen. Um ein objektives Bild der Rechtschreibleistung hinsichtlich der Grundlagen des Wortschatzes und des Befolgens der Rechtschreibregeln des einzelnen Schülers zu erhalten, wird spätestens bis zum Ende des 1. Halbjahres der Diagnostische Rechtschreibtest für 5. Klassen (DTR) durchgeführt. Der DRT besteht aus einem Lückentest, bei dem 51 Wörter diktiert werden. Jeder Regelverstoß wird für jeden einzelnen Schüler auf einem Fehleranalysebogen aufgelistet: es entsteht eine Übersicht der Defizite jedes einzelnen Schülers. Die Ermittlung des Fehlerprofils ergeben so ein objektives Bild über den Kenntnisstand des einzelnen Schülers und bildet die Grundlage für den individualisierten Förderunterricht im Bereich Rechtschreibung.
4.7.2.3. Leistungsbemessung der Lesekompetenz und der Rechtschreibung
Bei der Bewertung des Leseverstehens eines Schülers werden folgende Kriterien ( nach dem europäischen Referenzrahmen) berücksichtigt:
A1 - kann sehr kurze, einfache Texte Satz für Satz lesen und verstehen, in dem er bekannte Namen, Wörter und einfachste Wendungen heraussucht und wenn nötig, den Text mehrmals liest
A2 - kann kurze einfache Texte lesen und verstehen, in denen ein sehr frequenter Wortschatz und gängige alltagsbezogene Sprache verwendet wird
B1 - kann unkomplizierte Sachtexte über Themen aus dem eigenen Interessenbereich mit befriedigendem Verständnis lesen
B2 - kann sehr selbständig lesen, Lesestil und -tempo verschiedenen Texten und Zwecken anpassen und geeignete Nachschlagewerke selektiv benutzen/ verfügt über einen großen Lesewortschatz, hat aber möglicherweise Schwierigkeiten mit seltener gebrauchten Wendungen
C1 - kann lange komplexe Texte im Detail verstehen, auch wenn diese nicht dem eigenen Spezialgebiet angehören, sofern schwierige Passagen mehrmals gelesen werden können
C2 - kann praktisch alle Arten geschriebener Texte verstehen und kritisch interpretieren, und dabei feine stilistische Unterschiede und implizite Bedeutungen erfassen
Die Überprüfung der Ergebnisse am Ende einer Übungsphase (sei es durch regelmäßiges Schreiben von Wortdiktaten, Laufdiktaten, fehlerfreiem Abschreiben und Diktaten
der Klassenstufe angemessen) ist unerlässlich. Sinkt die Fehlerquote, hat sich ein Lernerfolg eingestellt.
4.7.2.4. Konzentrationsübungen
Da "unsere Schüler" in der Regel über einen großen Bewegungsdrang verfügen und zunehmend Probleme haben, sich auf eine Sache länger zu konzentrieren, ist es sinnvoll, Bewegungsübungen aus dem Bereich der EDU-KINESTETIK (vgl. Anhang) als tägliches Fitnessprogramm für das Gehirn zu nutzen. Aus der Gruppe der sogenannten BRAIN-GYMS sind hier vor allem die Überkreuzbewegungen wie z.B. die sitzende Acht, die Alphabet-Acht, die liegende Acht oder "an ein X denken" besonders effektiv, da bei diesen Bewegungen jeweils beide Gehirnhälften gleichzeitig aktiviert werden, wobei jede Gehirnhälfte wiederum die gegenüberliegende Körperseite steuert. Für das Erlernen von Neuem ist es optimal, wenn beide Gehirnhälften eingeschaltet sind und eine intensive Kommunikation über die sogenannte Mittellinie stattfinden kann. Durch bildliche Darstellungen und Übungskarten erkennen die Schüler schnell den Sinn der einzelnen Übungen und empfinden sie als angenehme Abwechslung während des Unterrichts.
4.7.2.5. Unterrichtsinhalte der Jahrgangsstufe 5
Um den fächerübergreifenden Leistungsstand eines jeden einzelnen Schülers zu kennen, wird zu Beginn des 1. Halbjahres in Klasse 5 der Hamburger Schulleistungstest für 4. und 5. Klassen in Kooperation mit dem Förderkollegen durchgeführt und ausgewertet. Die Durchführung umfasst zwei Testtage mit jeweils einer Doppelstunde und einer Einzelstunde und findet jeweils vor der vierten Unterrichtsstunde statt. Nach den Herbstferien wird der DRT für die 5. Klassen durchgeführt. Dieser Test benötigt nur eine Unterrichtsstunde. Ziel dieses Tests ist die objektive Messung der Rechtschreibleistung hinsichtlich der Grundlagen des Wortschatzes (Verben, Nomen, Adjektive) und des Befolgens der Rechtschreibregeln ( z. B. Verlängerung eines Adjektivs wie schwierig). Wie bereits erwähnt, werden Regelverstöße in einem für jeden einzelnen Schüler entsprechenden Fehleranalysebogen vom Förderlehrer übertragen und ergeben das Fehlerprofil. Aus den individuellen Testergebnissen ergeben sich die für den Unterricht relevanten Unterrichtsinhalte, d. h. die Verbesserung der Rechtschreibung wie z.B. die Groß- und Kleinschreibung, Dehnungen und Verlängerungen.
Ein wichtiger Bestandteil des Förderunterrichts ist die Leseförderung. Das Leseverstehen sollte unter folgenden konzeptgeleiteten Fragen durchgeführt werden:
- Wo findet man solche Texte?
- Wer hat den Text geschrieben?
- An wen richtet sich der Text?
- Was für eine Textsorte liegt vor?
- Über welches Thema handelt der Text?
- Wie ist der Text gegliedert?
- Was bezweckt der Autor des Textes?
Es sollte das Wort-für-Wort und Satz-für-Satz-Lesen vermieden werden, d.h. dass das sinnerfassende, rationelle Lesen im Vordergrund steht: Was habt ihr verstanden?
Zur Leistungsüberprüfung der Lernfortschritte eignen sich in dieser Jahrgangsstufe besonders die sogenannten Laufdiktate (vgl. in Anhang Rechtschreibtraining). Diese kurzen Diktate können auch ins Schönschreibheft übertragen werden, ebenso wie die kurzen Texte aus 5-Minuten-Training Rechtschreibtraining von Karin Pfeiffer. Das Wiederholen und eventuelle Einführen von Grammatikbegriffen ist zwingend notwendig, um einen grammatikalischen Grundwortschatz zu gewährleisten:
- Wortarten: Nomen, Adjektiv, Verben
- Begleiter: bestimmter Artikel (maskulin, feminin, neutrum)
- Begleiter: unbestimmter Artikel
- Personalpronomen: 1. ich, 2. du, 3. er, sie, es (maskulin, feminin, neutrum)/ Singular
1.wir, 2. ihr, 3. sie/ Sie / Plural
- Beugung bzw. Konjugation eines Verbs in der Gegenwart (Präsens)/ in der einfachen Vergangenheit (Präteritum)
- Steigerung der Adjektive: Grundform/ 1. Steigerung/ 2. Steigerung
Da jeder Schüler über ein Wörterbuch verfügt, wird auch der Umgang mit dem Nachschlagewerk z. B. beim Schwerpunkt Fremdwörter geübt. Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass der Förderunterricht den Deutschunterricht unterstützt, aber nicht ersetzt.
4.7.2.6. Unterrichtsinhalte der Jahrgangsstufe 6
Bis zu den Herbstferien liegt der inhaltliche Schwerpunkt des Unterrichts in der Leseförderung, weil diese Jahrgangsstufe am Vorlesewettbewerb teilnimmt, der in der Regel vor den Weihnachtsferien stattfindet. Als Vorleseübungen eignen sich vor allem Texte aus dem Deutschbuch deutsch.kombi 2. Da sich jedoch auch unter "unseren" Schülern und vor allen unter "unseren" Schülerinnen "Leseratten" befinden, die regelmäßig eine Ganzschrift lesen, so ist es nur sinnvoll, dass diese besagten Schüler/ innen frei entscheiden können, aus welchem ihrer Bücher sie beim Wettbewerb vorlesen. Gerade für Schüler, die eine "Leseschwäche" haben, kann der gelungene Vortrag durch einen Mitschüler oder eine Mitschülerin ein großer Anreiz sein, diesem "Vorbild" nachzueifern. Ein weiterer Schwerpunkt bildet die richtige Nutzung der Satzzeichen allgemein und im Besonderen die der wörtlichen Rede, denn unter
Berücksichtigung des Verfassens von Texten wie z. B. ein Lesetagebuch führen oder eine Nacherzählung schreiben, ist das intensive Üben unerlässlich.
4.7.2.7. Literatur- und Arbeitsmaterialliste
(Dieser Punkt wird derzeit überarbeitet.)
4.8. Lernen lernen ----- Vermittlung von Arbeitstechniken
Um die Unterrichtsarbeit zu verbessern, setzen die Lehrkräfte der Georgschule auf die Intensivierung des eigenverantwortlichen Arbeitens und Lernens. In diesem Zusammenhang lernen die SchülerInnen tragfähige methodische Kompetenzen, die ihren persönlichen Erfolg sichern und Motivation aufbauen helfen.
Die SchülerInnen trainieren im Fachunterricht verstärkt Lern- und Arbeitstechniken, sodass sie sie am Ende als Basiskompetenz beherrschen.
Methodenkompetenz der SchülerInnen fördert nicht nur deren Fachkompetenz, z.B. Kommunikationsfähigkeit, sondern auch ihre persönliche Kompetenz, z.B. Teamfähigkeit.
Die Förderung der Methodenkompetenz kann somit als ein Ausgangspunkt für die Schulentwicklung angesehen werden. Methoden des eigenverantwortlichen Lernens und Arbeitens sind:
Notizen machen
Gliedern und Ordnen
Kartei anlegen
Spickzettel mit einer vorgegebenen Anzahl an Wörtern festlegen
anhand von Spickzetteln Ergebnisse vortragen
Markieren von Schlüsselbegriffen und –passagen
Informationen nachschlagen
Rätsel lösen
Schaubilder, Diagramme , Tabellen zeichnen
Plakate gestalten
Stadterkundung zu einem bestimmten Thema
Expertenbefragung
Bilddokumentation
Straßeninterview
Telefongespräche führen, um Infos einzuholen
Projektarbeit
Bibliotheksarbeit
Die Verbesserung der Methodenkompetenzen der SchülerInnen hat auch Auswirkungen auf
Stoffpläne
Klassenraumgestaltung
Eltern- und Öffentlichkeitsarbeit
Darüber hinaus sichern sie Schlüsselqualifikationen und fördern die Qualitätssicherung.
5. Klassenlehrer und Jahrgangsstufen -Teams[Inhalt]
Als Voraussetzung für die Schaffung eines optimalen Lehr- und Lernklimas halten wir an unserer Schule folgendes für notwendig:
1. die sinnvolle Klassenbildung:
überschaubare Klassengröße
ausgewogene Anzahl an Jungen und Mädchen
bekannte Problemgruppen aus Grundschulklassen und Einzugsbereichen trennen (im Vorfeld Kontaktaufnahme mit den Grundschulen wünschenswert )
das Klassenlehrerprinzip:
Das Prinzip "Klassenlehrer von Klasse 5-10" wird bevorzugt, um Kontinuität in der pädagogischen Arbeit zu gewährleisten.
Falls zwei Lehrer die Klassenführung übernehmen, sollte auf Frau/Mann - Besetzung geachtet werden; dies ist für unsere Schüler besonders wichtig, da viele dieser Schüler aus Teilfamilien kommen und ihnen somit Identifikationsmöglichkeiten geboten werden.
Der Klassenlehrer unterrichtet in der Klasse 5/6 mindestens 12 Wochenstunden, in den weiteren Jahrgängen wird diese Zahl zugunsten der Jahrgangsstufen-Teams reduziert (Fachlehrerprinzip nimmt zu).
Der Klassenlehrer ist an jedem Schultag möglichst einmal in seiner Klasse, um besondere Situationen unmittelbar aufarbeiten zu können.
Der Klassenlehrer hat pro Woche in den Klassen 5-10 eine Stunde zur Verfügung, die er im Sinne seiner Klasse nutzt.
Der Klassenlehrer hält Kontakt zu den Fachlehrern, der Schulleitung und ggf. der Schulsozialarbeiterin, beruft Klassenkonferenzen ein und leitet sie.
Der Klassenlehrer bemüht sich, durch pädagogische Gespräche mit den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten auftretende Probleme rechtzeitig zu lösen.
Der Klassenlehrer betreut im Schülerbetriebspraktikum grundsätzlich die eigenen Schüler. Er kontrolliert und bewertet die Praktikumsdokumentationen. Sollte er weder das Fach Deutsch noch Wirtschaft in seiner Klasse unterrichten, ist es notwendig, mit den entsprechenden Fachlehrern aus dem Jahrgangsstufen-Team zusammen zu arbeiten und zu koordinieren.
Der Klassenlehrer bemüht sich um die Pflege des Klassenklimas, d.h.
Wertevermittlung
Erlernen und Anwenden sozialer Kompetenzen
Gestaltung von Fest- und Feiertagen
Aktivitäten innerhalb der Klasse /Jahrgangsstufe
Organisation von Wandertagen und Klassen- / Jahrgangsstufenfahrten
ansprechende Gestaltung des Klassenraumes
Die Klassenlehrer werden von den jeweiligen Fachlehrern bei ihrer Arbeit unterstützt.
die Bildung von Jahrgangsstufen-Teams
Ein Jahrgangsstufenteam setzt sich aus einer möglichst geringen Anzahl von Lehrern zusammen. Das Team übernimmt den Großteil des Unterrichts in seiner Jahrgangsstufe.. Es zeichnet sich durch eine intensive, regelmäßige und kontinuierliche Zusammenarbeit aus. Erfahrungen und Informationen werden ausgetauscht und über pädagogische und organisatorische Maßnahmen wird gemeinschaftlich beraten.
Das Lernklima einer Jahrgangsstufe verbessert sich entscheidend, wenn Schüler und Lehrerteam sich untereinander gut kennen und vertraut sind.
Diese Schulordnung ist das Ergebnis vieler Lehrerkonferenzen, SV- Sitzungen und Schulkonferenzen. Ihr Ziel ist es, ein Regelwerk als Instrumentarium zur Verfügung zu haben, dass von allen Mitgliedern der Schulgemeinschaft getragen wird und Basis für das Zusammenleben im Schulalltag ist. Deshalb wurden alle Passagen der Schulordnung lange in den Klassen und Gremien diskutiert, bevor sie verschriftlich wurden. Dabei wurde darauf geachtet, ein Regelwerk zu schaffen, dass nicht durch seine Vielfältigkeit erdrückt, sondern möglichst knapp und damit prägnant ist:
Schulordnung
Diese Regeln sollen uns helfen, noch besser in der Schule mit Lehrern und Mitschülern auszukommen. Das ist wichtig, weil es Regeln geben muss, wenn viele Menschen zusammen arbeiten. Deshalb wollen wir uns alle bemühen, folgende Regeln einzuhalten:
Wir wollen alle freundlich miteinander umgehen und schreien uns nicht gegenseitig an.
Wir üben Rücksicht.
Wir helfen uns gegenseitig.
Wir vermeiden Schimpfwörter, die die Würde des Einzelnen verletzen.
Wir achten auf die Pflanzen, Bäume und Rasenflächen auf dem Schulhof. Papier und andere Abfälle gehören in den Abfalleimer.
Wir handeln umweltbewusst. Jeder muss Abfälle vermeiden.
Wir schonen die Einrichtungen in den Räumen.
Tische , Stühle, Schränke und alle anderen Einrichtungsgegenstände sind teuer und müssen von Steuergeldern bezahlt werden.
Wer Sachen beschädigt oder sich der Sachbeschädigung verdächtig macht, sich z.B. in eine Klasse einschließen lässt, muss für den Schaden aufkommen.
Man sollte sich "fair" den anderen Mitschülern und Lehrern gegenüber verhalten.
nicht provozieren
ältere Schüler sollten die jüngeren unterstützen
Schwächeren wird geholfen
Kritik ist erlaubt, aber nur im vernünftigen Ton.
Die Klassen sind sauber zu verlassen.
Wir spucken nicht und werfen nicht mit harten Gegenständen.
Wir wollen nicht unsittlich angefasst werden.
Über diese Verhaltensregeln hinaus gibt es einige Regeln, die wir unbedingt einhalten müssen:
Schüler/innen und Lehrer/innen kommen pünktlich zum Unterricht.
Zur Erinnerung noch einmal die Zeiten:
Stunde: 7.55 – 8.40 Uhr
Stunde: 8.40 – 9.25 Uhr
große Pause: 9.25 – 9.45 Uhr
Stunde: 9.45 – 10.30 Uhr
Stunde: 10.35 – 11.20 Uhr
kleine Pause: 11.20 – 11.35 Uhr
Stunde: 11.35 – 12.20 Uhr
Stunde: 12.20 – 13.05 Uhr
Mittagspause: 13.05 – 14.05 Uhr
Stunde: 14.05 – 14.50 Uhr
Stunde: 14.50 – 15.35 Uhr
Die Aula wird nur in den Mittagspausen benutzt, weil sonst zu viel beschädigt wird und wir diesen Raum auch für Feste benutzen.
Die Schüler verlassen das Schulgelände in den Mittagspausen nicht. Die Schule bietet ein Essen und Freizeitangebote für alle.Ausnahme: Kinder, die zum Mittagessen nach Hause gehen und eine gültige Ausgangskarte haben
Die Mensa (Speiseraum) ist eine Ruhezone. Natürlich sind Tischgespräche in normaler Lautstärke gestattet.
Mitführung von Waffen und Feuerwerkskörpern ist verboten.
Absolutes Verbot von Drogen, Alkohol und Nikotin !
Schlägereien sind grundsätzlich verboten, auch wenn sie nur als "Spaß" geschehen.
Die Toilettenräume sind keine Aufenthaltsräume. Bei der Aufsicht wird verstärkt auf die Einhaltung dieser Regel geachtet.
Die Toiletten sind sauber zu halten.
Schüler und Lehrer halten sich an Konferenzbeschlüsse.
Wer trotz mehrfacher Ermahnungen gegen diese Regeln verstößt, muss mit folgenden Konsequenzen rechnen:
Die Eltern werden benachrichtigt.
Für eine Woche muss außerhalb der Unterrichtszeit eine soziale Aufgabe an der Schule übernommen werden, z. B. in der Küche helfen.
In einem Gespräch legen Schulleitung, Klassenlehrer/in, Eltern und Schüler/in weitere Schritte fest.
Bei gröbsten Verstößen kann sogar eine Entlassung von der Schule ausgesprochen werden.

6.1 Die Schulverfassung der Georgschule
Unser Wahlspruch lautet:
Ich wünsche mir eine Schulgemeinschaft,in der ich mich wohl fühlen und etwas für mich Wichtiges lernen kann,weil ich mit meinen Wünschen und Sorgen ernst genommen werde, weil ich unterstützt und gefördert werde und weil wir alle rücksichtsvoll miteinander umgehen wollen.
Dazu kann auch ich einen wichtigen Beitrag leisten.
1. Ich habe eine Mitverantwortung für den Unterricht.
Ich will pünktlich zum Unterricht erscheinen, weil ich sonst die anderen Schüler und den Lehrer störe.Wenn ich mich verspäte oder fehle, informiere ich am 1. Tag die Schule und bringe unaufgefordert eine schriftliche Entschuldigung mit.Ich will mich gewissenhaft auf den Unterricht vorbereiten und das notwendige Unterrichtsmaterial stets vollständig an meinem Arbeitsplatz haben.Ich will im Unterricht aufmerksam zuhören und mich häufiger melden. Ich will keine Privatgespräche mit meinen Nachbarn führen, um die Arbeitsruhe nicht zu stören. Bei Verständnisproblemen will ich die Lehrerin oder den Lehrer um weitere Erklärungen bitten.
2. Ich achte meine Mitschülerinnen und Mitschüler.
Ich akzeptiere sie, ungeachtet ihres Geschlechtes, ihrer Religionszugehörigkeit, ihrer Herkunft und ihrer sozialen Stellung.Ich will keinen Streit provozieren, niemanden auslachen, herabsetzen, demütigen, beschuldigen, einschüchtern, beleidigen, mit Worten oder durch Taten verletzen. Ich will den schwächeren und jüngeren Mitschülerinnen und Mitschülern helfen und nicht wegsehen, wenn sie bedroht oder angegriffen werden. Bei Konflikten und Streitigkeiten bin ich bereit, die Probleme in einem Gespräch zu lösen.
3. Ich achte meine Lehrerinnen und Lehrer.
Ich will ehrlich und offen auf die Lehrerinnen und Lehrer zugehen und sie bei Problemen ansprechen. Ich will sie bei der Erfüllung ihres Auftrages unterstützen und nicht mutwillig behindern. Ich will höflich mit ihnen umgehen, sie grüßen und nicht durch Worte und Gesten beleidigen.
4. Ich habe eine Mitverantwortung innerhalb der Klassen- und Schulgemeinschaft.
Die mir übertragenen Aufgaben erledige ich mit Sorgfalt. Wir sind alle Mitglieder der Schulgemeinschaft der Georgschule. Das gibt mir das Recht und die Pflicht, an allen Veranstaltungen der Schule aktiv teilzunehmen - wie z.B. an Schulversammlungen, Schulfesten, Klassenfeiern, Klassenfahrten. Ich kann von den Mitgliedern der Klassen- und Schulgemeinschaft eine gerechte Behandlung erwarten. Ich habe ein Anrecht darauf, dass ich mich auf dem Weg zur Schule, in der Schule und auf dem Nachhauseweg angstfrei bewegen kann.
5. Ich habe eine Mitverantwortung für das Schulgebäude und das Schulgelände.
Ich erkenne die Schulordnung an und verpflichte mich, sie einzuhalten. Ich werde fremdes Eigentum nicht mutwillig zerstören oder beschädigen. Mir ist bekannt, dass meine Eltern und ich für Schäden, die ich verursacht habe, haftbar gemacht werden. So verpflichte ich mich z.B., nicht die Schulbücher zu beschmieren oder Seiten aus ihnen herauszureißen, nicht gegen Türen zu treten, Wände und Tische nicht zu bekritzeln, nicht auf den Boden zu spucken, die Klasse/das Schulgebäude/das Schulgelände sauber zu halten, indem ich den Abfall in die aufgestellten Körbe werfe und mich an den Reinigungsarbeiten aktiv beteilige. Ich halte mich daran, dass ich vor dem Schulgebäude und auf dem Schulgelände nicht rauchen darf. Ich befolge das bestehende Handy/ MP3 Player-Verbot während der Unterrichtszeit und weiß, dass mir die Geräte bei Zuwiderhandlung abgenommen werden.
6. Ich habe eine Mitverantwortung für das Ansehen der Georgschule.
Ratsuchenden und Gästen unserer Schule begegne ich höflich und helfe ihnen weiter. Durch mein Verhalten in der Öffentlichkeit trage ich maßgeblich zum Ansehen der Georgschule bei.
Paderborn,..................................
Unterschrift Schüler/Schülerin ..................................................................................
Als Erziehungsverantwortliche unterstütze(n) ich/wir nach besten Kräften das Anliegen der Schule.
....................................................................................
Die Schulkonferenz hat auf ihrer Sitzung am 13.10.2003 einstimmig diese neue Schulverfassung für die Georgschule beschlossen.
Sie gilt ab sofort und wird in das bestehende Schulprogramm aufgenommen. Alle Schülerinnen und Schüler und deren Eltern werden mit dieser Schulverfassung vertraut gemacht. Sie definiert Grundsätze für die Georgschule, die für alle am Schulleben Beteiligten gelten und zu befolgen sind, damit sich jeder in der Schulgemeinschaft wohl fühlen kann.
Auf der Grundlage dieser Schulverfassung basieren die Schulordnung und die Klassenordnungen.
6.2. Anti-Bullying-Konvention
Die Georgschule möchte eine Schule ohne Mobbing, Schikane und Gewalt sein!
Das Wort Bullying kommt aus dem Englischen und bedeutet: andere mobben, ärgern oder sich aggressiv verhalten.
Ziel des Konzeptes
Durch das Öffentlich – Machen soll dem Täter der Schutz- und Versteckraum des Schweigens und Wegsehens genommen werden. Gleichzeitig gibt dies dem Opfer die Gewissheit, dass nachfolgende Einschüchterungsversuche durch den Täter sofort öffentlich werden.
Mit diesen Maßnahmen entsteht für ein Opfer das Vertrauen, dass sein "Hilferuf" nicht nur gehört wird, sondern auch konsequentes Handeln der Schule zur Folge hat. So werden Opfer gestärkt, Mut zu entwickeln und sich zu melden.
Dem Bully und seinen Eltern soll klar werden, dass sein Verhalten inakzeptabel ist und welche Folgen eine Wiederholung hat.
Deshalb vereinbaren unsere Schülerinnen/Schüler und Eltern als Erziehungsberechtigte, sich diesem Grundsatz zu verpflichten.
Wir haben dahingehend unser Konzept in den letzten Jahren immer weiter ausgearbeitet:
Das Soziale Lernen in den Klassen 5 – 6 ist ein eigenes Unterrichtsfach.
In allen Klassen wird eine intensive Gewaltprävention in Zusammenarbeit mit der Polizei angeboten und im täglichen Miteinander praktiziert.
Schülerinnen/Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9 haben die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Streitschlichter zu machen.
Ausgebildete Streitschlichter kümmern sich vornehmlich in den Pausen um die Klassen 5 – 7
Zusätzlich zu den Schlichtungen werden Kriseninterventionen in den Klassen z. B. in Form von Rollenspielen angeboten.
Einzelfallhilfe bei Schülerinnen/Schülern mit immer wieder auftretenden Problemen hat sich bewährt.
Die "Anti-Bullying-Konvention" ist von der Schulkonferenz in dieser Form am 21.09.2006 beschlossen worden. Wir möchten unsere SchülerInnen durch einen Vertrag mit der Schule verpflichten, solches Verhalten zu unterlassen und nicht zu dulden. Sollten SchülerInnen gegen diesen Vertrag verstoßen, werden sie schriftlich Stellung nehmen müssen. Das Schlichtungsgespräch wird protokolliert und den Eltern zur Kenntnisnahme zur Verfügung gestellt.Die Eltern haben die Möglichkeit, sowohl schriftlich als auch mündlich Stellung zu nehmen.
6.3. Anti-Bullying-Vertrag
GEORGSCHULE
Sekundarstufe 1
Ganztagsschule
Wir kümmern uns!
Georgschule, Erzbergerstr.26, 33102 Paderborn Tel.05251/35088
Fax: 05251/35569
E-Mail: hs-georg@paderborn.de
Anti-Bullying-Konvention
Die Georgschule Paderborn möchte eine Schule ohne Mobbing, Schikane und Gewalt sein. Deshalb vereinbaren unsere Schülerinnen und Schüler und Eltern als Erziehungsberechtigte, sich diesem Grundsatz zu verpflichten.
Ich achte in Wort und Tat die Würde meiner Mitmenschen.
Ich leiste jeder Mitschülerin und jedem Mitschüler, der mich darum bittet, Beistand gegen Schikanen. Ich lasse Angefeindete nicht alleine. Dazu kann ich Hilfe von anderen Schülerinnen/Schülern und von Lehrerinnen/Lehrern oder meinen Eltern holen.
Ich bin bereit, wachsam zu sein, wenn es um seelische und körperliche Gewalt geht. Ich schaue nicht weg, wenn ich Mobbing, Piesacken oder Gewalt beobachte. Auch dazu kann ich die Hilfe Anderer in Anspruch nehmen.
Ich möchte mich im Verständnis gegenüber Anderen üben.
Ich begegne den Fehlern der Anderen nachsichtig in der Form, wie ich es für mich selbst erwarten würde.
Ich möchte mich nicht an der Entstehung und Verbreitung von Gerüchten beteiligen. Ich unterstütze den Grundsatz: Nicht über andere Menschen reden, sondern mit ihnen.
Ich erkläre ausdrücklich, dass ich mich an die Schulordnung und die allgemeinen Gesetze halte.
Ich will Problemen nicht aus dem Weg gehen und verpflichte mich, sie fair und offen auszutragen.
Konflikte möchte ich gewaltfrei lösen.
Ich erkläre, dass ich Andere weder schikaniere noch sie wegen ihres Aussehens, ihrer Kleidung oder ihrer Eigenarten mobbe.
Datum:
Name der Schülerin/des Schülers Klasse
Unterschrift der Schülerin/des Schülers Unterschrift eines Erziehungsberechtigten
6.4. Anti-Bullying-Maßnahmen
Umsetzung der Anti – Bullying – Konvention
1. Besprechen der Konvention durch den Klassenlehrer – Erklären der einzelnen Punkte und mit Inhalt füllen – siehe dazu Formen des Mobbings.
2. Rückgabe der Anti – Bullying – Konvention mit den entsprechenden Unterschriften. Sollte eine Unterschrift nicht geleistet werden oder kommt diese Konvention nicht zurück, hat der Schüler sich gegenüber dem Schulleiter zu erklären. Eltern werden auch einbezogen!
3. Das Opfer wendet sich an den Klassenlehrer und stellt schriftlich den Vorfall aus seiner Sicht dar. Der Klassenlehrer verlangt zu dem Vorfall einen Bericht des Täters (Bully).
4. Der Klassenlehrer befragt mögliche Zeugen und lässt sie den Vorfall aufschreiben. Der Klassenlehrer informiert die jeweilige Schulsozialarbeiterin.
5. Der Klassenlehrer lädt die Eltern des Täters und des Opfers ein und führt zusammen mit der Schulsozialarbeiterin das Gespräch.
6. Gespräch zwischen Opfer und Täter unter Führung des Klassenlehrers und der Sozialarbeiterin. Klare Absprache: Wenn……………., dann folgt………………… Vereinbarung schriftlich festhalten!
7.1. Der zweite Schulanfang: Ein neuer Lebensabschnitt beginnt
Kennenlernen der neuen Schüler und Schülerinnen
Persönliche Einladung der SchülerInnen durch den Klassenlehrer
Erstes Kennenlernen der neuen SchülerInnen zum Ende des 4. Grundschuljahres, um:
Ängste vor unbekanntem Neuen abzubauen
Interesse auf etwas Neues zu wecken
Sicherheit beim Übergang zu gewähren
Begehung des zukünftigen Klassenraumes
persönliches Kennenlernen der SchülerInnen untereinander (Interaktionsspiele)
evtl. hier schon Ideen zur Gestaltung des Raumes, der Sitzordnung usw. entwickeln
Der erste Tag an der neuen Schule - Einschulung
Feier in der Aula
Aufsuchen der Klassenräume; hier evtl. Kaffeetrinken mit Eltern/Schülern zwecks gemeinsamen Kennenlernens, Möglichkeit zum ersten Informationsaustausch
Die erste Schulwoche
In der ersten Woche unterrichtet nur der/die Klassenlehrer/in, der Nachmittagsunterricht entfällt. Besondere Bedeutung kommt den Interaktionsspielen zu. SchülerInnen stellen sich und vielleicht ihr Heimatland (Sprache) und vieles mehr vor. Die erste Woche steht unter dem Motto "Soziales Lernen".
Organisatorisches (Bücherausgabe, Stundenplan, Fahrkarten, Essensregelung, Mit-
tagessen, Begehung der Fachräume, Schulbedarf ........)
Zukünftige Heftführung
Erarbeitung von Regeln und Ritualen für das Gemeinschaftsleben
Gestaltung des Klassenraumes
Erkundung des Umfelds der neuen Schule
Übernahme von Patenschaften einer 5. Klasse durch SchülerInnen einer 9. oder 10. Klasse
Orientierungsfunktion für den kommenden Schulalltag (Regelung organisatorischer Dinge)
Verstärkung des Zugehörigkeitsgefühls an der neuen Schule
Schlichtermodell bei Streitereien
Elternabend
Vorstellen des pädagogischen Handlungskonzepts der Schule
Verhalten bei Krankheiten des Schülers/der Schülerin
Maßnahmekatalog bei Fehlverhalten und Aufzeigen möglicher Konsequenzen
Hausaufgabenregelung
Leistungsbewertung
Vorstellung/Bedeutung der AG "Soziales Lernen"
Aufzeigen der Bedeutung der elterlichen Mitarbeit in allen schulischen Angelegenheiten
7. 1.1 Integration der SchülerInnen aus anderen Schulformen
Situation: Die Gründe für einen Schulwechsel Jugendlicher vom Gymnasium oder der Realschule sind mannigfaltig: fehlende Lobby der Kinder in der Grundschule, Missachtung der Empfehlung der Grundschule beim Schulwechsel, mangelnde Informationen über die Anforderungen der weiterführenden Schulen, fehlende Unterstützung beim Übergang Grundschule - weiterführende Schule, Änderung der familiären Bedingungen........... . Egal, welche Gründe vorliegen, Tatsache ist, dass wir eine große Anzahl an "Rückläufern" antreffen, deren Selbstbewusstsein durch diesen Schulwechsel stark angegriffen ist. Um bei diesen Kindern das Gefühl "Wir sind eh die Looser!" erst gar nicht aufkommen zu lassen, ergreifen wir folgende Maßnahmen:
Ausführliche Beratungsgespräche bei der Aufnahme in unsere Schule
Intensive Planung der neuen Klassenzusammensetzung auf Grund der Schülerakten, hier speziell der Biographie der SchülerInnen.
Intensive Aufklärung der SchülerInnen und Eltern über die Ausbildung und möglichen Abschlüsse der Hauptschule
Informationen über ein breit gefächertes Angebot von außerschulischen Hilfsmaßnahmen ( z.B. Schulberatungsstelle, Konfliktberatungsstellen, Schülerhilfen, psychiatrische Ambulanzen, freie Bildungsträger etc.)
Schuleigene Beratungsmaßnahmen durch a) die Schulsozialarbeiterin b) die Vertrauenslehrerinnen c) das Beratungshäuschen
Schaffung eines gesunden Selbstbewusstseins unserer Hauptschule ( siehe Punkt 2, 4.1- 4.4, 4.9, 7.1.7, , 7.5, )
Kollegiumsinterne Lehrerfortbildungsmaßnahmen
Gemeinsame Aktionen der Jahrgangsstufe ( gemeinsame Unterrichtsprojekte, Ausflüge, Wettbewerbe, Feiern)
7.1.2 Schulfahrten - Schulwanderungen
Schulfahrten und Schulwanderungen stellen einen festen Bestandteil des Schullebens dar. Sie fördern den Klassenzusammenhalt, das gegenseitige Verstehen und tragen durch Gemeinschaftserlebnisse zu sozialem Lernen und zum Einhalten von Absprachen bei. Selbstverständlich dienen sie dem schulischen Lernen in erfahrungs- und handlungsorientierten Bereichen, wie es die Richtlinien fordern. Es wird deshalb empfohlen, in allen Jahrgangsstufen mehrtägige Klassenfahrten durchzuführen. Zusätzlich wird empfohlen, mehrere (bis zu 4 pro Schuljahr) eintägige Wanderungen oder Fahrten zu unternehmen.
Bei der Planung und Durchführung sollten folgende Grundsätze gelten:
Rechtzeitiges Vorstellen des Zieles und Diskussion der Einzelmaßnahmen in der Klasse
Schriftliche Benachrichtigung der Eltern mit unterschriftlicher Zusage der Teilnahme ihres Kindes
Reisezweck und –ziel decken sich mit den Forderungen und Absichten, die sich aus dem Schulprogramm und den Richtlinien ergeben.. Eine Schulfahrt oder –wanderung ist Unterricht !
Eine unterrichtliche Vor- und Nachbereitung hat zu erfolgen.
Eine finanzielle Obergrenze sollte nicht festgelegt werden, sondern ist der jeweiligen Klassensituation anzupassen.
Es wird empfohlen, beizeiten eine Anzahlung zu fordern und eventuelle Ratenzahlungen zu vereinbaren.
Finanziell schwachen Eltern kann im Einzelfall eine finanzielle Unterstützung durch die Schule oder den Förderverein gewährt werden. Die Angebote des Jugendamtes und Sozialamtes sollten berücksichtigt werden.
Bei einer kurzfristigen Absage der Klassenfahrt haben die Eltern anteilige Fahrtkosten zu tragen.
Eine Mindestzahl von teilnehmenden Schülern wird nicht vorgeschrieben. Die Eltern nicht teilnehmender Schüler müssen deren Zurückbleiben begründen. Unbegründetes Fernbleiben kann für die Schüler nachteilige unterrichtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Zurückbleibende Schüler nehmen während der Dauer der Fahrt am Unterricht in der Schule teil.
Der Ausschluss eines Schülers von einer Schulfahrt als disziplinarische Maßnahme sollte nicht erfolgen.
Die Dauer einer Fahrt darf 5 Tage nicht überschreiten.
Aus schulorganisatorischen Gründen sollten alle Klassen einer Jahrgangsstufe zu gleicher Zeit eine Fahrt durchführen.
Die Eltern verpflichten sich schriftlich, dass auf Anordnung einer begleitenden Lehrperson ein Schüler während der Fahrt von ihr ausgeschlossen werden darf und von den Eltern auf eigene Kosten abgeholt werden muss.
Grundsätzlich gilt für alle Schüler während der gesamten Dauer der Fahrt: Absolutes Verbot des Genusses von Nikotin und Alkohol!
Die Leiter einer Klassenfahrt erstellen nach Möglichkeit in der Nachbereitung Planungshilfen für interessierte Kollegen/innen, die das erfolgreiche Konzept für ihre anstehende Klassenfahrt übernehmen können.
7.1.3 Medienkonzept der Georg-Hauptschule Paderborn
Stand Aug. 2007
Der Einsatz der "Neuen Medien" an unserer Schule steht auf folgenden Säulen:
"Informatikunterricht" in allen Klassen
Einsatz von Computern und Internet im Fachunterricht
Medienecken in Klassen 5 und 6 (Lernstatt)
Computer und Berufswahl
Interne Lehrerfortbildungen
Stundenplantechnische Voraussetzungen
Technische Voraussetzungen
Internetpräsenz
Schulinterne Kommunikation
Zukunftsperspektiven
Zu 1. "Informatikunterricht" in den Klassen 5 bis 10
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Schule liegt auf der informationstechnischen Grundbildung. Bei uns hat jeder Schüler kontinuierlich in jedem Jahrgang mindestens ein halbes Jahr "Informatik"-Unterricht. Zusätzlich können besonders interessierte Schüler noch Arbeitsgemeinschaften oder Wahlpflichtkurse wählen. Auf diese Weise wollen wir die Medienkompetenz unserer Schüler in besonderem Maße stärken und ihnen so einen guten Einstieg in die moderne Berufswelt ermöglichen.
Jeder Schüler hat eine eigene E-Mailadresse.
Zertifikatskurse in "Informatik"
Als Arbeitsgemeinschaft oder Wahlpflichtunterricht werden in den Klassen 9 und 10 Zertifikatskurse angeboten. SchülerInnen mit mindestens guten oder sehr guten Leistungen erhalten in folgenden Kursen ein Zertifikat für ihre Bewerbungen um eine Lehrstelle bzw. einen Ausbildungsplatz, um damit ihre auf die Berufswelt ausgerichtete besondere Qualifizierung unter Beweis zu stellen und ihre Chancen zu erhöhen:
Internet und Homepage:
Informationsrecherche, Informationsübernahme auf den eigenen Rechner, Suchmaschinen, Erstellen eigener Internetseiten, animierte Grafiken erstellen, Hintergründe und Buttons erstellen, Veröffentlichung im Intranet. Besonders gute Arbeiten werden auf der Schulhomepage im Internet veröffentlicht.
Textverarbeitung:
Grundlagen Textverarbeitung, Formatieren und Gestalten, Hilfs- und Zusatzfunktionen, Kopf- und Fußzeilen, Sonderzeichen, Initialen, Tabellen, Serienbriefe, Textbausteine, individuelle Anpassungen, Grundlagen Typografie und Thesaurus.
Zu 2.: Einsatz der Computer und des Internet im Fachunterricht.
Für den Einsatz der Rechner im Fachunterricht, bietet unsere Infrastruktur und Ausstattung gute Voraussetzungen. Durch die zwei Informatikräume haben Fachlehrer die Möglichkeit mit ihren Gruppen stundenweise dort zu arbeiten. Für die unterschiedlichen Fächer gibt es verschiedene Lernprogramme. Diese Programme sind auch auf den PCs installiert. Begrenzt wird die Einsatzmöglichkeit zur Zeit allerdings teilweise durch die fehlenden Multimediafähigkeiten einiger älterer Rechner und durch Inkompatibilität der Lernstattausstattung. Die Anschaffung neuer Geräte (PC) ist dringend erforderlich. (siehe Punkt 10 "Zukunftsperspektiven")
Über die Anschaffung von fachspezifischer Software und die Durchführung von informationstechnischen Projekten entscheiden die Fach- und Jahrgangsstufenkonferenzen unterstützt durch die Steuergruppe Medienkonzept.
Software für den Unterricht:
Allgemein:
MasterEye 3.0
MS - Works 3.0 + Class in a Box
MS Office 97 + Class in a Box
Staroffice
MS Internet Explorer
Mozilla
Fachspezifisch:
Deutsch, Englisch, Mathe: Lernwerkstatt 5 und 6, Lernwerkstatt SEK I (SUN-System)
Mathe:
Beide Systeme: Csoft: Winelly, Euklid
Nur PC: CoMet: Alice , Bastian, Cabri, Daniel, Piraten, Schätze, Symmetrie
Physik:
Csoft -E-Lab 1 + 2
Arbeitslehre:
Mach´s Richtig
Der Einstieg zum Aufstieg
Erdkunde:
TOP 5: Kreis Paderborn, TOP 50 NRW, Atlas, Diverse Karten und Arbeitsblatt CD´s
Biologie: PC-Mensch
Chemie: Periodensystem der Elemente
Zu 3.: Medienecken in Klassen 5 und 6 (Lernstatt)
Seit November 2002 sind alle Klassen der Jahrgangsstufen 5 und 6 unserer Schule im Rahmen des Lernstadt-Projektes der Stadt Paderborn mit Medienecken in den Klassenräumen ausgestattet. In jeder dieser Klassen können Schülerinnen und Schüler an je 3 Sun-Ray-Arbeitsplätzen ihre Medienkompetenz im traditionellen Lernumfeld des Klassenraumes erweitern. Sie greifen dabei auf die gleiche Hardware- und Softwareausstattung zurück, wie sie auch im Informatikraum zur Verfügung steht und wie sie sie von dort kennen: (z. B. Staroffice 8.0, Lernprogramme wie die Lernwerkstatt Sek. I, Internetanschluss)
Ziel der Arbeit mit den Medienecken im Klassenraum ist es, das traditionelle Medienangebot im Unterricht zu ergänzen, nicht dieses zu ersetzen oder zu verdrängen. Viele Schülerinnen und Schüler nutzen heute selbstverständlich auch im alltäglichen Umfeld den Computer als neues Medium zur Dokumentation von Arbeitsergebnissen, zur Information und zur Entspannung. Hier greift der schulische Lernort Medienecke an, der im vertrauten Umfeld des Klassenraums Lernprozesse flexibel unterstützen kann. Die Medienecke soll den Schülerinnen und Schülern ein eigengesteuertes und selbstverantwortliches Handeln und Lernen erleichtern und Lehrerinnen und Lehrern ein zusätzliches Unterrichtsmedium bereitstellen, das in der Unterrichtsvorbereitung und im Unterricht zunehmend z.B. in Phasen der Freiarbeit, in der Gruppenarbeit oder im Rahmen von Stationenlernen eingesetzt werden kann.
Dass der Nutzung dieses Mediums im Fächerkanon kaum eine Grenze gesetzt ist, zeigen folgende Beispiele:
Im Deutschunterricht kann der selbst produzierte Text gestaltet und nachträglich modifiziert werden.
Im Englischunterricht greifen Schüler auf das Fremdsprachen-Modul der Lernwerkstatt zurück oder suchen mittels eines Lexikons im Internet nach unbekannten Vokabeln.
Im Mathematikunterricht wird mit dem Geometrie-Lernprogramm für die nächste Klassenarbeit geübt.
Im Erdkundeunterricht werden digitalisierte Landkarten betrachtet und ausgewertet.
Im Biologieunterricht informieren sich Schüler sehr schnell über einzelne Fachfragen, die nicht im Fachbuch erklärt werden, die sich aber aus dem Unterricht ergaben.
Zu 4.: Computer und Berufswahl
Info-Stand in der Schule
Über GÖS- Mittel ist es uns gelungen, in der Aula eine Holzhütte aufzubauen, die mittlerweile mit Informationen zu Möglichkeiten der Berufsausbildung und schulischen Weiterbildung aufgefüllt wird, die mit einem PC, entsprechender interaktiver Software von Innungen, Verbänden, Arbeitsamt und Kreishandwerkerschaften ausgerüstet ist und zu regelmäßigen und vereinbarten Zeiten (vor allem in den Pausen/Mittagspausen) allen Schülerinnen und Schülern individuelle Beratung anbietet. An dieser Hütte befinden sich u.a. Anschläge mit den neuesten Lehrstellenangeboten, für die z.B. die Interessenten sich jetzt schon für den August 2008 bewerben müssen, mit Ankündigungen über Berufsinformationsveranstaltungen heimischer Firmen (Tag der offenen Tür) und Ausbildungsplatzbörsen in den kreiseigenen Städten uvm.. Diese Hütte steht allen Lehrern als Informationspool für ihren eigenen Unterricht zur Verfügung und wird ebenso von den Schulbetreuern des Arbeitsamtes und des BIZ genutzt.
Die PC-Informationswelt:
Internetzugänge: www.die-praktikumsboerse.de /AUBI Plus/ Lehrstellenbörse des Arbeitsamts, M+E-Industrie
CDs – teilweise interaktiv – mit Informationen zu sämtlichen Berufen (wird jedes Jahr neu aktualisiert), zur Berufsfindung, zur Bewerbung, zum Berufsstart, zu speziellen Berufen, zu allgemeinen Informationen für Jugendliche.
Schuleigene Praktikumstellendatei mit Adressen und Kommentaren der Schüler, die schon ein Praktikum absolviert haben
Bewerbungsschreiben mit Passfotobearbeitung/-ausdruck
Zu 5.: Interne Lehrerfortbildungen
In den Schuljahren 1999/2000, 2000/2001 und 2002/03 fanden an unsere Schule eintägige Lehrerfortbildungen statt. Ziel dieser Veranstaltungen war es, dem Kollegium die Möglichkeiten der "Neuen Medien" nahe zu bringen und sie zu ermutigen auch in ihrem Unterricht auf diese zurückzugreifen.
Durch eine Fragebogenaktion wurden die Kenntnisse der Kollegen ermittelt. So war es möglich, gezielt auf die Fortbildungsbedürfnisse der Kollegen einzugehen. Thematisch wurden Veranstaltungen in MS-Word, MS-Excel und Internet-KnowHow sowie Umgang mit den SunRays angeboten.
Hier ging es im wesentlichen um Grundkenntnisse und –fertigkeiten. Die Bedienung des elektronischen Medienkatalogs der Kreisbildstelle wurde den Kollegen erklärt.
Weitere Fortbildungsveranstaltungen sind geplant. Thematisiert werden sollen hier Möglichkeiten der Computernutzung im Fachunterricht und der Einsatz der Medienecken.
Weiterhin ist geplant, zu Beginn eines neuen Schuljahres gezielt interne Fortbildungen für die neuen Lehrer der 5. Klassen an den Medienecken durchzuführen.

Zu 6.: Stundenplantechnische Einbindung in den Unterricht
In unserer Schule hat zur Zeit jeder Schüler in jedem Jahrgang mindestens ein halbes Jahr Informatikunterricht (ITG)..
Die folgende Raumbelegung für Informatik und ITG ist fest im Stundenplan enthalten. In den freien Stunden können Kollegen die Räume für ihre Fächer nutzen.
Informatikraum 1 (PC–Raum, Eingang D)
(Schuljahr 2007/2008 gültig ab 10.08.07)
|
Stunde |
Montag |
Dienstag |
Mittwoch |
Donnerstag |
Freitag |
|
1 |
9a EL |
|
7c LU |
7b TH |
8b KO |
|
2 |
9a EL |
|
7c LU |
7b TH |
8b KO |
|
Pause |
|
|
|
|
|
|
3 |
8c EL |
BUS EL |
|
9b EL |
|
|
4 |
8c EL |
|
|
9b EL |
|
|
Pause |
|
|
|
|
|
|
5 |
|
|
7d LU |
9d MÜ |
WP910 TH |
|
6 |
|
|
7d LU |
9d MÜ |
WP910 TH |
|
Pause |
|
|
|
|
|
|
7 |
AG78 EL |
|
|
WP 78 TH |
|
|
8 |
AG78 EL |
|
|
WP 78 TH |
|
Fettdruck: beide Räume sind belegt
Informatikraum 2 (SUN–Raum, Eingang C)
|
Stunde |
Montag |
Dienstag |
Mittwoch |
Donnerstag |
Freitag |
|
1 |
9c TH |
5b TH |
7a TH |
6c EL |
8a MÜ |
|
2 |
9c TH |
|
7a TH |
6a EL |
8a MÜ |
|
Pause |
|
|
|
|
|
|
3 |
10a TH |
10Aa MÜ |
|
|
5a EL |
|
4 |
10a TH |
10Aa MÜ |
6b KO |
|
|
|
Pause |
|
|
|
|
|
|
5 |
10d KO |
|
10b TH |
10c TH |
WP910 LU |
|
6 |
10d KO |
|
10b TH |
10c TH |
WP910 LU |
|
Pause |
|
|
|
|
|
|
7 |
AG78 TH |
|
|
WP78 EL |
|
|
8 |
AG78 TH |
|
|
WP78 EL |
|
Fettdruck: beide Räume sind belegt
|
Kürzel: |
EL = Ellenbörger, KO = Kohstall, LU = Lustinetz, MÜ = Müller, TH = Thomas |
Computerraumnutzung bitte mit Klaus Thomas absprechen.
"Informatikunterricht" in den Klassen 5 bis 10
Ein besonderer Schwerpunkt unserer Schule liegt auf der informationstechnischen Grundbildung. An der Georg-Hauptschule hat jeder Schüler kontinuierlich in jedem Jahrgang mindestens ein halbes Jahr "Informatik"-Unterricht. Zusätzlich können besonders interessierte Schüler noch Arbeitsgemeinschaften oder Wahlpflichtkurse wählen. Auf diese Weise wollen wir die Medienkompetenz unserer Schüler in besonderem Maße stärken und ihnen so einen guten Einstieg in die moderne Berufswelt ermöglichen.
Klasse 5
|
Themenbereich |
Inhalte |
Beispiele |
|
Kennenlernen und Bedienung der Hardware an unsrer Schule |
PC-Tastatur, SUN-Tastatur, Maus, Drucker, Scanner |
Die wichtigsten Tasten auf der Tastatur z.B. Esc-Taste, Shift-Taste, Tabulator-Taste, Rücktaste, CapsLock-Taste, usw. |
|
Kennenlernen der wichtigsten Grundbegriffe der Informatik |
Hard- und Software, DV-Geräte und deren Funktionen, unterschiedliche Programme und deren Einsatzgebiete |
Informatik = Information + Technik Hardware = Geräte (kann man sehen, anfassen) Software = Programme und Daten (kann man nicht sehen, sind auf Datenträgern gespeichert) |
|
Einführung in die Textverarbeitung mit StarWriter (SUN Star-Office) oder Microsoft Word |
Schreiben und gestalten einfacher Texte (in den Texten soll u.a. auch die richtige Rechtschreibung des Fachvokabulars eingeübt werden) |
markieren - kopieren – einfügen – ausschneiden – löschen, verschiedene Schriftarten anwenden, Schriftgrößen verändern, Schrift verändern (fett, kursiv, unterstrichen), Absatzformate (linksbündig, rechtsbündig, zentriert, Blocksatz), Grafiken (Clip-Arts) in Texte einfügen z.B. "Computergedicht" |
Klasse 6
|
Themenbereich |
Inhalte |
Beispiele |
|
Wiederholung der wichtigsten Grundkenntnisse |
Hard- und Software, Fachvokabular, Textverarbeitung |
Die wichtigsten Geräte und Programme, die in der Datenverarbeitung zum Einsatz kommen, Texte dazu schreiben |
|
Textverarbeitung mit StarWriter oder Microsoft Word |
umfangreichere Texte mit ausgeprägteren informationstechnischen Inhalten, Erweiterung des Fachvokabulars |
Arbeitsoberfläche (Desktop), Verknüpfung, Ordner, Laufwerke, Netzwerk, Modem "Was ist eigentlich ein ...?" "Das Betriebssystem" |
|
Textverarbeitung (erweiterte Formatierungen) |
Rahmen, Spaltensatz, Rechtschreibprüfung, eigene Bilder/Zeichnungen erstellen und in Texte einbinden |
"In einer Zeit vor dem PC ..." "Computersprache"
|
Klasse 7
|
Themenbereich |
Inhalte |
Beispiele |
|
Einführung in das Internet |
E-Mail, Hinweise auf Gefahren im Internet, Spiele im Internet, einfache Datensuche |
E-Mails an Mitschüler und Lehrer versenden, Informationen zu Unterrichtsthemen suchen (z.B. "Erdbeben", "Yellowstone National Park") |
|
Grundbegriffe der Informatik |
EVA-Prinzip, Informationen und Daten, Multimedia, Bürokommunikation, Datenübertragung |
Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe von Daten (Input-Output) Multimedia = Text + Bild + Film + Ton Telefax, Telex, E-Mail |
|
Textverarbeitung (Ausweitung der Anwendungsbereiche) |
Tabellen, Listen (mit Tabulator), Überschriftengestaltung mit WordArt, Textfelder, Legenden, |
Tabellen und Listen (Preisliste) erstellen, gestalten (z.B. Umrandungen, Überschriften) und nach verschiedenen Kriterien sortieren, Grafiken mit Legenden oder Textfeldern versehen und beschriften |
Klasse 8
|
Themenbereich |
Inhalte |
Beispiele |
|
Weitere Einübung in die Nutzung des Internets |
E-Mail mit Anhang (Bilder, Texte), erweiterte Datensuche |
E-Mails versenden, Informationen suchen (z.B. Nachrichten, aktuelle Fußballergebnisse, Kinoprogramm, Wetterbericht, Informationen zu Praktikumsstellen, Klassenfahrten) |
|
Tabellenkalkulation mit Microsoft Excel oder StarCalc (SUN Star-Office) |
Aufbau einer Tabelle, einfache mathematische Anwendungen, Grundrechenarten, Prozentrechnung, Mittelwertberechnung, automatische Summierung, Daten in Zellen formatieren (Zahl, Währung, Datum), einfache Grafiken aus Daten erstellen (Balkendiagramm, Kreisdiagramm) |
|
|
Textverarbeitung (Zusatzfunktionen) |
Sonderzeichen (Zeichensätze), Textbausteine, Thesaurus |
Sonderzeichen verwenden, Fragebögen erstellen, Textpassagen als Textbausteine speichern und wiederverwenden Texte z.B. "Al Chwarismi", Lebenslauf verfassen |
|
Grundbegriffe der Informatik |
Datenbank (Datensatz, Datenfeld) Datenschutz (Bundesdatenschutzgesetz) |
Fahrzeug-Datenbank (sortieren und durchsuchen) Was sind personenbezogene Daten? |
Klasse 9
|
Themenbereich |
Inhalte |
Beispiele |
|
Weitere Einübung in die Nutzung des Internets |
spezielle Datensuche (insbesondere im Bereich "Berufswahlvorbereitung") |
Informationen suchen zu Praktikumsstellen (Praktikumsbörse), Lehrstellen, Internet-Adressen aus diesen Bereichen sammeln |
|
Tabellenkalkulation mit Microsoft Excel oder StarCalc |
Zahlen- und Zellenformatierung (Nachkommastellen, Währungssymbole), sortieren Funktionsassistent (mathem. Funktionen), Diagramme |
Währungstabellen Tilgungstabellen Zins- und Zinseszinsaufgaben |
|
Textverarbeitung (Zusatzfunktionen) |
Initialen, Seitengestaltung, Briefformate, |
Bewerbungsschreiben, Lebenslauf verfassen (digitalisiertes Passfoto einfügen), |
|
Grundbegriffe der Informatik |
- Bits und Bytes - Bootvorgang im PC - Informationen und Daten - Fragmentierung von Daten - Ordner/Verzeichnisse - Barcode (EAN-Code) - Die CD-ROM/DVD - Grafikformate (Bitmap- und Vektorgrafiken) mit unterschiedlichen Qualitäten - Algorithmen (Struktogramm, Programmablaufplan) - Netzwerke (lokale und weltweite), Server |
Datenspeicherung, Binärcode, Codierung von Zeichen (ANSI-Code) Startvorgang beobachten und beschreiben Festplatte defragmentieren Dateien kopieren, verschieben, usw. Text "Scanner-Kassen und Strichcode", "HARIBO-Tüte" Aufbau und Datenspeicherung Bitmap- und Vektorgrafiken nebeneinander in Texten verwenden Entscheidungstabellen, Logikaufgaben Arten und Aufbau von Netzwerken (Ethernet, Arcnet, Token-Ring-Netz) |
Klasse 10
|
Themenbereich |
Inhalte |
Beispiele |
|
Das Internet |
Geschichte Aufbau einer Internet-Adresse (URL) E-Mail, Internet-Chat, Internet-Foren Das Internet-Protokoll, Datenübertragung Suchmaschinen
Hypertexte/Hyperlinks Begriffe und Abkürzungen Chancen und Möglichkeiten Gefahren aus dem Internet |
Wie das Internet entstanden ist
Wie das Internet funktioniert Wie eine Suchmaschine arbeitet (detaillierte Suchaufgaben), Lehrstellensuche Texte miteinander verknüpfen www, url, browser, domain z.B. Lehrstellensuche, Urlaubsplanung, Online-Banking, usw. "Gute Seiten - schlechte Seiten", Viren, "Datenmüll", Internet-Abzocke, Ausspähung, |
|
Tabellenkalkulation |
Wiederholungsaufgaben, incl. Erstellen von Diagrammen |
"Urlaubsplanung" "Gehaltsberechnung" "Bevölkerungsentwicklung" "Klimadiagramm" usw. |
|
Textverarbeitung |
Wiederholungsaufgaben u.a. Tabelle in Text umwandeln, Serienbriefe, Übernahme von Daten aus Excel, Digitalfotos in Texten verwenden, Texte/Textpassagen aus dem Internet kopieren und weiterverarbeiten |
"Die Entwicklung der Medien" "Dumme Menschen schwärmen von klugen Maschinen" Lebensläufe, Bewerbungsschreiben und Geschäftsbriefe verfassen, Formulare erstellen, Einladung und Programm der Abschlussfeier |
Benutzerordnung
Ich starte meinen Computer erst nach Aufforderung durch die Lehrkraft!
Ich verwende nur die für meinen Unterricht notwendigen Programme!
Ich speichere meine Daten im richtigen Verzeichnis!
Im Computerraum muss besonders auf Sauberkeit geachtet werden, deshalb gilt:
Saubere Hände!
Kein Essen und Trinken!
Möglichst wenig Schmutz, Staub und Feuchtigkeit!
Ich beende alle Programme ordnungsgemäß!
Ich verlasse meinen Arbeitsplatz ordentlich, d.h. Geräte ausgeschaltet, Maus, Tastatur und Stuhl richtig hingestellt!
Ich melde alle Schäden oder Probleme der Lehrkraft, denn ich
bin für meinen Arbeitsplatz verantwortlich!

Der Computer
Früher, ja da schrieb ein jeder
seine Briefe mit der Feder.
Dies
geschah bei Kerzenlicht.
Die Computer gab’s noch nicht.
Auch das Rechnen mit den Zahlen
machte damals viele Qualen.
Gegrübelt wurd’ hinter der Stirn,
es gab ja kein Computer-Hirn.
Auch beim Suchen andrer Daten
hieß es damals lange warten.
"Die Adresse! Geh und such!"
- Kein Computer! – "Nimm das Buch!"
Doch heute gibt’s den Rechenknecht.
So ein Computer ist nicht schlecht.
Er hilft in allen Lebenslagen,
man muss ihn nur richtig fragen.
Er schreibt und rechnet und malt Bilder.
Doch manchmal piepst er wie ein Wilder.
"Fehler!", sagt er und man erkennt:
Computer sind doch nicht intelligent!
Der Computer kann nichts von allein.
Befehle tippt man selbst ihm ein.
Und so erkennt man mit Verdruss,
dass man noch selber denken muss.
7.1.4 Zertifikatskurse in Informatik und Technik
Als Arbeitsgemeinschaft oder Wahlpflichtunterricht werden in den Klassen 9 und 10 Zertifikatskurse angeboten. SchülerInnen mit mindestens guten oder sehr guten Leistungen erhalten in folgenden Kursen ein Zertifikat für ihre Bewerbungen um eine Lehrstelle bzw. Ausbildungsplatz, um damit ihre auf die Berufswelt ausgerichtete besondere Qualifizierung unter Beweis zu stellen und ihre Chancen zu erhöhen:
Informatik
Internet:
Informationsrecherche, Informationsübernahme auf den eigenen Rechner, Suchmaschinen, Erstellen eigener Internetseiten, animierte Grafiken erstellen, Hintergründe und Buttons erstellen, Veröffentlichung im Intranet. Besonders gute Arbeiten werden auf der Schulhomepage im Internet veröffentlicht.
Textverarbeitung:
Grundlagen Textverarbeitung, Formatieren und Gestalten, Hilfs- und Zusatzfunktionen, Tabellen, Serienbriefe, Textbausteine, individuelle Anpassungen, Grundlagen Typografie und Thesaurus
Technik
Metallbereich:
Technisches Zeichnen, Linienarten, Maßstäbe, Messen u.a. mit dem Messschieber, Prüfen mit Lehren, Längeneinteilungen, Werkstoffe und ihre Normung, Anreißen, Körnen, Kennzeichnen, Sägen, Feilen, Bohren, Gewindeschneiden
( Die Anforderungen sind entnommen der Ausbildungsverordnung NRW/ Grundausbildung Metall.)
7.1.5. Bewegung, Sport und Spiel in der Georgschule
Die Georgschule stellt ihren Sportunterricht und außerunterrichtlichen Schulsport unter die Leitlinie
"Bewegungsfreudige Schule"
Dazu stehen zur Verfügung:
10 Turnhallen, davon 2 Hallen geeignet für Inline –Skating
1 Hallen-/Freibad
Pausenhalle u.a. für Tischtennis, Schach
Schulhof in seiner vielfältigen Gestaltung mit Torwand, Basketballständern, Tischtennisplatten, Klettergerüsten
Stadien mit leichtathletischen Anlagen und Rasenspielflächen
Kleinspielfeld mit Tartanbelag
Trimmpfad in landschaftlich reizvoller Umgebung
Minigolf-Anlage
Neben 2 Sportstunden in der Woche werden folgende außerunterrichtliche Sportmöglichkeiten angeboten:
Aktive Pause und Spiel und Spaß im Pausensport:
Unsere Schule fördert durch eine bewegungs- und spielorientierte Pausengestaltung die aktive Pause für ihre Schülerinnen und Schüler. Bewegungs- und Spielangebote werden frei gewählt und selbst bestimmt. Sie schaffen einen wohltuenden Ausgleich zur Bewegungsarmut und Anspannung im Unterricht. Die selbstgestaltete "Aktive Pause" steigert die Qualität des Schulalltags.
Sportarbeitsgemeinschaften und Wahlpflichtunterricht
Folgende sportliche Betätigungsbereiche werden angeboten:
Basketball
Badminton
Golf
Volleyball
Fußball
Handball
Badminton
Tennis
Karate
Hockey
Inline-Hockey
Geräteturnen
Tanz
Wettkämpfe/ Wettbewerbe
Regelmäßige Teilnahme am Landessportfest der Schulen in Leichtathletik, Fußball, Basketball, Schwimmen und Waldlauf
Sportabzeichenabnahme für alle Schülerinnen und Schüler
Bundesjugendspiele (eingebettet in den Sportunterricht)
Sport- und Spielfest für die ganze Schule
Zusammenarbeit mit befreundeten Vereinen
Hierbei wird Kontaktaufnahme durch unsere Schule hergestellt.
Wandertage/ Tagesausflüge unter besonderer sportlicher Zielsetzung
Eislaufen
Wasserski
Windsurfen
Angedacht sind folgende zusätzliche Aktivitäten:
Mountain-Biking
Stützpunktschule Inline-Skating
- Verfügbarkeit über 20 Ausrüstungen in verschiedenen Größen

7.1.6. Konzept zur Gesundheitsförderung
Im Schulentwicklungsprozess der Georgschule spielt die Gesundheitserziehung durch die Anwesenheit der Schüler/-innen über einen langen Zeitraum in der Schule eine wichtige Rolle. Die Schule wird für die Schüler/-innen zu einem Lern- und Lebensraum, in dem sie sich wohlfühlen sollen.
Aus unterschiedlichen Gründen kommen viele Schüler morgens ohne ein Frühstück in die Schule. Deshalb steht ihnen vor dem Unterricht und in den Pausen, auch am Mittag, im Kiosk ein entsprechendes Angebot zur Verfügung, um sich versorgen zu können. Zurzeit wird der Kiosk noch von einem Pächter bis zum Ende des Schuljahres 2007/08 betrieben. Danach soll der Kiosk in Eigenregie bewirtschaftet werden. Im Vordergrund stehen dabei ein gesundes Frühstück, Obst und Getränke, um den gesundheitsfördernden Erfordernissen gerecht zu werden. In der Mittagspause von 13:05 – 14:05 Uhr bietet die Mensa jeden Tag ein wechselndes Essen an, das morgens vorbestellt werden kann und preislich für alle erschwinglich ist. Die kontinuierliche Einnahme eines warmen und gesunden Essen am Tag sowie das angemessene Verhalten am Tisch sind wichtige Aspekte im Konzept der Gesundheitsförderung. Außerdem ist sicher gestellt, dass bedürftige Schüler/-innen ebenfalls an diesem Mittagessen teilnehmen können und nicht aus finanziellen Gründen darauf verzichten müssen. In Zusammenarbeit mit der Stadt Paderborn und der Bürgerstiftung konnte dieses verwirklicht werden. Außerdem bieten das Fach Hauswirtschaft ab Klasse 7 für alle Schüler/-innen sowie Arbeitsgemeinschaften und der Wahlpflichtunterricht 7/8 und 9/10 die verschiedenen Möglichkeiten der Zubereitung und einer gesunden Ernährung an. Im Zeitalter von Fast Food, Fertiggerichten und anderen ungesunden Produkten werden den Schüler/-innen Alternativen aufgezeigt, die für ihr späteres Leben von Bedeutung sein können. Neben dem Fach Sport haben die Schüler/-innen in den Pausen die Möglichkeit, sich durch verschiedene Bewegungsangebote und Spiele zu betätigen. Dem Bewegungsdrang gerade der jüngeren Schüler wird dadurch Rechnung getragen. Hinzu kommen verschiedene Arbeitsgemeinschaften und Angebote aus dem Wahlpflichtunterricht, die das Konzept der Gesundheitserziehung in der Georgschule vervollständigen. Durch die Errichtung und Fertigstellung einer neuen Zweifachsporthalle im Jahr 2008 kann das bislang nur eingeschränkte Sportangebot für die Schüler/-innen ausgeweitet und komplettiert werden. Dabei soll das Erteilen von 3 Sportstunden pro Woche im Pflichtbereich die Regel sein.
7.1.7. Förderverein
Seit vielen Jahren besteht in unserer Schule der "Förderverein der Eltern und Förderer der Georgschule Paderborn e.V.".
Ziel und Zweck des Vereins ist es, Mittel zum Ausbau von schulischen Einrichtungen und zur Förderung der Schüler und ihrer Ausbildung bereit zu stellen, soweit öffentliche Gelder nicht zur Verfügung stehen. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Ziele und erstrebt keinen Gewinn. Den Vorstand des Vereins bilden Eltern von Schülern unserer Schule und Lehrer.
In der Vergangenheit konnten aus Mitteln des Fördervereins Anschaffungen getätigt werden, für die der Schulträger keine Mittel ausgeben konnte. Einrichtungsgegenstände im Schulgebäude und Geräte für die verschiedenen Fächer wurden auf diese Weise im Laufe der Jahre angeschafft und gespendet, um sowohl die unterrichtliche als auch die schulische Situation zu verbessern. Die SchülerInnen erfahren durch die Bereitstellung von Fördervereinsmitteln auch Hilfen, die sich auf Klassenfahrten beziehen. In besonderen Fällen springt nach Einzelfallprüfung der Förderverein ein, wenn die finanziellen Mittel bei den Eltern nicht ausreichen. So wird es jedem Schüler finanziell ermöglicht, an einer Klassenfahrt teilzunehmen, weil wir diese Teilnahme neben anderen Zielen für die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls für sehr wichtig halten.
Eltern und Förderer des Vereins drücken mit ihrem Eintritt oder auch einer Spende ihre Verbundenheit mit unserer Schule aus und unterstützen unsere Arbeit. Deshalb wird allen Eltern, die ihr Kind bei uns anmelden, empfohlen, dem Verein beizutreten.
Zukünftig wird es notwendig sein, über den Förderverein das Sponsoring unserer Schule zu beleben, um gestiegenen Aufgaben gerecht zu werden.
Es ist möglich, dem Förderverein als Mitglied beizutreten (Jahresbeitrag mind. 10 €) oder ihn durch eine einmalige Spende zu unterstützen.
Bankverbindung: Volksbank Paderborn
BLZ 47260121
Konto Nr. 8834870500
7.1.8. Schaffung eines guten Schulklimas und Identifizierung mit unserer Schule

Schulgebäude, Schulhof, Klassenräume, Fach- und Aufenthaltsräume bieten den Schülern und Lehrern den äußeren Rahmen für das Lernen und Leben in der Georgschule. Sie sollen so gestaltet und gepflegt sein, dass eine lernfreudige Grundhaltung gefördert und ein Wohlfühleffekt erzielt wird. Durch solche positiven Begleitwahrnehmungen wird das Lernen und Leben in unserer Schule erleichtert und vertieft. Die individuelle Ausgestaltung der Klassenräume, die Pflege des Schulgebäudes und die Übernahme des Reinigungsdienstes für den Schulhof bestätigen das Selbstwertgefühl der Schüler und fördern die Identifikation mit der Schule und ihrem Umfeld. Sie bewirken darüber hinaus einen Abbau von Aggressivität und den Aufbau von Verantwortlichkeit für zur Verfügung gestellte Sachwerte. Der Raum der Ganztagsschule gibt Aufenthalts- und Geborgenheitserlebnisse, die über den Charakter der Schule als Unterrichtsanstalt weit hinausgehen. Unsere Schule als Lebens- und Erfahrungsraum bekommt hier eine eigenständige Bedeutung als Gegenwelt oder mindestens als Ergänzungswelt zur Familien- und Freizeitwelt.
Um eine individuelle, wohnliche Gestaltung der Klassenräume zu ermöglichen, sollen vom Prinzip her die Klassen vom 5. Schuljahr an möglichst den Klassenraum nicht mehr wechseln. Gleichzeitig erfolgt die Zuteilung der Klassenräume einer Jahrgangsstufe in einer räumlichen Nähe zueinander, um die Kommunikation untereinander zu vertiefen. Doch dieses Vorhaben lässt sich angesichts der Bedingungen bezüglich der Containerklassen derzeit nicht realisieren.
Mit zunehmendem Alter sollen unsere Schüler vermehrt Verantwortung in der Schule und im privaten Bereich übernehmen. Wir möchten, dass sie sich mit den Zielen unserer Schule identifizieren und auch die Schule auch nach außen würdig vertreten. Bei Gelegenheiten wie sportlichen Wettkämpfen, Klassenfahrten, schulischen Veranstaltungen jeder Art und auch in den Betriebspraktika vertreten die Schüler die Georgschule und geben in der Öffentlichkeit ein Bild von ihr ab.
7.1.9.Förderung der vom Schulabgang ohne Abschluss bedrohten SchülerInnen
Dieses Projekt in unserer Schule wurde von der Landesregierung entwickelt und zielt darauf ab, benachteiligte Jugendliche, die sich im letzten Pflichtschuljahr befinden, rechtzeitig bei der Berufs- und Arbeitsplatzwahl zu unterstützen. So kann drohender Arbeitslosigkeit schon vor dem Übergang von der Schule in den Beruf vorgebeugt werden. Schule, Jugendhilfe und Arbeitsmarktpolitik wirken hier zusammen, um diesen Jugendlichen frühzeitig passgenaue Übergänge in den Beruf zu ermöglichen.
Jugendliche mit absehbar schwierigem Schul- und Berufsverlauf werden durch die Kombination schulischen Lernens (3 Tage in unserer Schule) mit betrieblicher Erfahrung in Förderpraktika (2 Tage im Betrieb) auf den Übergang in Ausbildung oder Beschäftigung vorbereitet.
Maximal 14 SchülerInnen werden dieser Lerngruppe zusammengefasst und gezielt gefördert, um den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 zu erreichen, aber auch, um sie in ihrer Persönlichkeit zu stärken. Eingebunden in diesen Prozess ist die Schulsozialarbeiterin.
Ziel ist ein nahtloser Übergang in die Ausbildung oder eine Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt.
Was bringt BUS den Jugendlichen?
Sie erwerben grundlegende schulische und betriebliche Kenntnisse, die ihnen den Einstieg in das Berufsleben erleichtern. Den Zusammenhang zwischen beruflichen und schulischen Anforderungen können sie besser erkennen. Sie machen Erfahrungen, die zu fundierter und realistischer Berufsorientierung führen. Ihre Chancen bei der Auswahl und Besetzung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen steigen. Die betriebliche Praxiserfahrung trägt zur persönlichen und sozialen Stabilisierung bei. Insbesondere die Attraktivität des betrieblichen Lernortes lässt die Jugendlichen die konkreten Anforderungen der Arbeitswelt erleben und soll die Motivation stärken.
Was bringt BUS den Betrieben?
Sie können neue Wege gezielter Nachwuchsrekrutierung ausprobieren und gezielt potenzielle Mitarbeiter über einen langen Zeitraum erleben und klären, ob sie in den Betrieb passen. Für den zusätzlichen Aufwand erhält der Betrieb einen Zuschuss. Sie leisten damit aber auch einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Zukunftschancen auch von benachteiligten Jugendlichen.
Wie funktioniert BUS?
In einem Gespräch mit den Eltern und dem Jugendlichen werden am Ende des Schuljahres die Jugendlichen ausgesucht, um dann freiwillig an dem Projekt teilzunehmen.
Der Unterricht orientiert sich vornehmlich an den Anforderungen des Berufslebens. Durch den Betrieb werden die Jugendlichen fachlich angeleitet und sind für die Dauer des Förderpraktikums über die Schule versichert. Der Klassenlehrer ist bei der Beschaffung der betrieblichen Praktikumsplätze behilflich. Ziel ist es, die Interessen und Befähigungen der Jugendlichen mit den Beschäftigungsangeboten der Betriebe in Einklang zu bringen. Nach Ablauf des Schuljahres hält der Klassenlehrer für 6 Monate Kontakt zu den Jugendlichen, um ihren beruflichen und persönlichen Werdegang zu begleiten und zu unterstützen.
7. 2 Werteerziehung und Gewaltprävention (PuSch)
Anlass des Projekts:
Die Kreispolizeibehörde ist mit einem Angebot an Präventationsmöglichkeiten an alle Schulen der Stadt Paderborn herangetreten, um nicht wie in der Vergangenheit anlassbezogen, repressiv und präventiv zu reagieren. Dabei geht es nicht darum, Problemfälle in der Schule zu behandeln und zu lösen, sondern eine kontinuierliche Prävention vor Kriminalität zu betreiben. Gerade dies ist auch ein besonderes Anliegen der Eltern.
Die Georgschule hat dieses Angebot der Polizei angenommen und damit den Grundstein für das Projekt
PuSch
Partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Polizei und Schule
an unserer Schule gelegt.
Erfordernis und Rahmenbedingungen für eine Ordnungspartnerschaft:
Im Schulalltag spiegeln sich gesellschaftliche Defizite wider, deren Ausgangsbedingungen im außerschulischen Bereich zu suchen sind. Es muss klar betont werden, dass die Anlässe und Ursachen von Aggressivität und kriminellem Verhalten nicht in der Schule zu finden sind. Diese Ausgangsbedingungen können von der Schule nur bedingt beeinflusst werden, aber die Schule bietet die Chance, in Kooperation mit den außerschulischen Partnern auf eine Vielzahl von Kindern und Jugendlichen einen präventiven und positiven Einfluss zu nehmen.
Die Polizei forciert einen ganzheitlichen Ansatz, d.b.: nicht im Rahmen eines zeitlich begrenzten Projekts werden nur die SchülerInnen angesprochen, sondern durch zeitlich nicht begrenzte Maßnahmen unter Einbindung von Eltern als mitwirkende Verantwortungsträger und der kontinuierlichen Kooperation mit der Schule und weiteren Einrichtungen soll ein verständnis- und vertrauensvoller Umgang geschaffen werden.
Entwicklung einer Ordnungspartnerschaft:
Um gegenseitige Akzeptanz, gegenseitiges Einvernehmen und gemeinsam getragene Konzeptionen zu realisieren, ist die Unterstützung aller möglich Betroffenen zu suchen. Diese sind:
SchülerInnen
Lehrerkollegium, Schulaufsicht und Schulträger
Jugendamt und Beratungsstellen
Elternschaft
Polizei
Schule und Polizei formulieren dazu folgende Ziele:
Schaffung eines vertrauensvollen und verantwortungsbewussten Umgangs von Schule und Polizei
Ständiger und kontinuierlicher Austausch zur zeitnahen und angemessenen Reaktion/ Intervention
gegenseitige Beratung und Unterstützung
Konzeption und Durchführung von Unterrichtsprogrammen
Verbesserung des Ansehens der Schule durch konsequentes und zeitnahes Reagieren auf Verunreinigungen und Beschädigungen
Inhaltliche Gestaltung:
Folgende Themen stehen zur Bearbeitung zur Verfügung:
ggf. Besuch von Elternabenden in der Orientierungsstufe
Schulwegsicherung
Fahrradkontrollen
Beteiligung an Schulprojekten
Mofakurs
Anti-Gewalt-Unterricht
Suchtpräventiver Unterricht
Unterricht "Jugend- und Eigentumskriminalität"
Jugendschutz
Sexueller Missbrauch von Kindern
Hinweis:
Die polizeilichen Aktivitäten stellen nur eine Unterstützung der schulischen Möglichkeiten dar. Sie sind nur dann erfolgreich, wenn sie in die Präventionsarbeit anderer eingebunden werden. Das bedeutet also, dass Eltern, Lehrer, Erzieher in erster Linie für die Präventionsarbeit zuständig sind und Polizei begleiten bzw. initiieren und beraten kann. Insofern ist es auch notwendig, dass Lehrer und Eltern über die jeweiligen Inhalte informiert werden.
7.2.1 Streitschlichterschulung/ Streitschlichtung
Die Georg - Hauptschule Paderborn bietet seit 2003/04 im Wahlpflichtunterricht (WPU) der 7./8. Jahrgänge die Möglichkeit zur StreitschlichterInnenausbildung an. Die WPU-Streitschlichtung ist eine Vertiefung wie auch Weiterführung des Konzeptes Soziales Lernen aus der Erprobungsstufe ( 5./6. Jahrgänge), das binnen der zwei Schuljahre einmal wöchentlich von der Schulsozialarbeiterin durchgeführt wird. Die angehenden StreitschlichterInnen werden ein Schuljahr lang in wöchentlichen Arbeitsgruppensitzungen und an Projekttagen intensiv auf ihre zukünftige Schlichtungsarbeit vorbereitet.
Hiernach bieten die SchlichterInnen ihren Dienst für gleichaltrige oder jüngere SchülerInnen an. Die Georg - Hauptschule Paderborn legt großen Wert darauf, dass die Mediatoren alle SchülerInnen der Schule repräsentieren, z. B. hinsichtlich Geschlechts, Alter, sozialer oder kultureller Herkunft. Die SchlichterInnen bieten ihren Dienst entweder vor Ort - im Klassenraum, auf dem Schulhof - oder zu bestimmten Sprechzeiten bzw. vereinbarten Terminen im Schlichtungsraum an. Eine Lehrkraft koordiniert seit 2003/04 den Schlichtungsdienst, betreut die Schlichter, bildet sie aus und fort. Einige der bereits ausgebildeten StreitschlichterInnen unterstützen die Lehrkraft, indem sie wiederum die Nachwuchskräfte selbstständig ausbilden. Mit diesem Schlichtungsansatz wachsen die Konfliktfähigkeiten einer Expertengruppe mit zunehmender Erfahrung. Die StreitschlichterInnen erweitern ihre sozialen Kompetenzen, indem sie während des Ausbildungsjahres folgende Module in unterschiedlichsten Sozialformen reflektieren, diskutieren und erproben:
-Unterschied Konflikt/Streit,
-Eisbergmodell,
-Aktives Zuhören,
-Teamfähigkeit,
-Rollenspiele,
-Konfliktmanagement,
-Erarbeitung von Regeln,
-Qualitätskontrolle der Schlichtungen und
-individuelle Fallbesprechungen.
Die Georg - Hauptschule Paderborn erhofft sich durch die StreitschlichterInnen das Schulklima zusätzlich zu optimieren, Lehrkräfte von Alltagskonflikten zu entlasten und SchülernInnen durch Training und Anwendung von Streitschlichtung soziale Kompetenzen zu vermitteln, die ihnen den Umgang mit Gleichaltrigen erleichtern.
7. 3 Förderung und Forderung von Leistung
Die Georgschule hat gegenüber den SchülerInnen und ihren Erziehungsberechtigten die Richtlinien für Schule und Bildung des Kultusministeriums NRW zu vertreten. In diesen steht zur Forderung von Leistung in 12-01 Nr.2 § 21:
Die Leistungsbewertung soll über den Stand des Lernprozesses des Schülers Aufschluss geben; sie soll auch Grundlage für die weitere Förderung des Schülers sein. Bei der Beratung über den Bildungsgang durch die Schule soll sie eine wesentliche Hilfe sein.
Die Leistungsbewertung bezieht sich auf die im Unterricht vermittelten Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Bei der Bewertung von Schülerleistungen ............. Es werden der Umfang sowie die selbstständige und richtige Anwendung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie die Art der Darstellung bewertet.
Grundlage der Leistungsbewertung sind alle vom Schüler im Zusammenhang mit dem Unterricht erbrachten Leistungen, insbesondere schriftliche Arbeiten, mündliche Beiträge und praktische Leistungen. Die Leistungen bei der Mitarbeit im Unterricht sind für die Beurteilung eines Schülers ebenso zu berücksichtigen wie die übrigen Leistungen.
Verweigert ein Schüler die Leistung, so wird dies wie eine ungenügende Leistung bewertet.
Die Leistung ist also im Leben eines Schülers von großer Bedeutung und nimmt eine zentrale Stelle ein. Diese Tatsache wird von unserer aufgeklärten und immer stärker individuell und materiell geprägten Gesellschaft zunehmend verkannt. Leistung als gesellschaftlicher Wert tritt bei der familiären Erziehung von Kindern immer mehr in den Hintergrund, womit Schule ungewollt in ein Spannungsfeld gerät und vor ganz neue Aufgaben gestellt wird:
Sie muss Leistung in das Blickfeld von Kindern und Eltern rücken . Dazu kommt eine weitere Aufgabe, die sich in dem letzten Jahrzehnt sehr vereinnehmend von dem Elternhaus in den Aufgabenbereich der Schule verlagert hat: Erziehung, hier speziell Vermittlung menschenwürdiger Umgangsformen und Werten. Diese Entwicklungen spürt jede Bildungseinrichtung, vor allem unter dem Eindruck der neuen Herausforderungen und Aufgaben, die die Entwicklung zur globalen Informations- und Mediengesellschaft mit sich bringt und auf die die Schule die Jugendlichen vorzubereiten hat.
So muss auch das Kollegium der Georgschule jeden Tag aufs Neue im Unterricht den Energie zehrenden Spagat üben, SchülerInnen zu erziehen, Normen und Werte ihnen näherzubringen, Defizite aufzufangen, um so erst einmal die Basis für die eigentliche Unterrichtstätigkeit geschaffen zu haben, um dann gleichzeitig gemäß dem Bildungsauftrag den SchülerInnen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu vermitteln. Das ist angesichts zu großer Klassen – gemessen an den Anforderungen unseres Klientels- ein großes Unterfangen, das zu Lasten aller Beteiligten geht !
Als eine Antwort auf dieses Spannungsfeld bietet unsere Schule ein breitgefächertes Programm an, das sehr stark auch die sozialpädagogische Komponente berücksichtigt:
Integrationsmaßnahmen für unsere Schulanfänger ( siehe Punkt 7.1 und 7.1.1)
Maßnahmen zur Schaffung eines guten Schulklimas ( Punkt 7.1.7)
Das Projekt PUSCH ( siehe 7.2.)
Soziales Lernen als Unterrichtsthema/-projekt in den unteren Jahrgangsstufen (7.4.)
Das Beratungssystem und die Schulsozialarbeit (7.5 )
Mädchen-und Jungenförderung (7.8 )
Die richtliniengemäßen Anforderungen bzgl. der Schülerleistungen sowie die Förderung von Leistungen werden an unserer Schule durch folgende Maßnahmen unterstützt:
Jahrgangsstufe 5/6:
Stufenkonferenzen mit ausführlichen Beratungen über die Entwicklung und den Leis-tungsstand jedes einzelnen Schülers
ggf. Kontaktaufnahme zur Grundschule zwecks Absicherung von Beobachtungen und Beurteilungen
bei Bedarf intensive Gespräche mit den Eltern führen, besonders in der Klasse 5 bzgl. der Leistungen ihrer Kinder, auch unter dem Aspekt, den Schüler die Klasse 5 wiederholen zu lassen
bei der Differenzierung am Ende der Klasse 6 in die zukünftigen E- und G-Kurse der Klasse 7 intensive Beratung aller unterrichtenden KollegInnen nicht nur in Bezug auf die Leistungen/Noten eines Schülers, sondern auch in Bezug auf all seine Kompetenzen
Absprachen über Themen und Unterrichtsinhalte
Absprache der Anforderungen in Klassenarbeiten und Tests sowie deren Beurteilungen
Beratungsgespräche mit Eltern, SchülerInnen und der Schulsozialarbeiterin unter Einbeziehung außerschulischer Beratungsstellen, Fördereinrichtungen und der Sonderschulen
Zusammenarbeit mit der AWO/ Schüler- und Hausaufgabenbetreuung
Förderangebote im AG-Bereich für Deutsch, Englisch und Mathematik
Jahrgangsstufe 7-9
Stufenkonferenzen mit ausführlichen Beratungen über die Entwicklung und den Leistungsstand jedes einzelnen Schülers
jährliche Überprüfung der Voraussetzungen für die G- und E-Kurse
Absprachen über Themen und Unterrichtsinhalte in den Parallelklassen
Absprache der Anforderungen in Klassenarbeiten und Tests sowie über deren Beurteilung
Vor- und Nachbereitung von Vergleichsarbeiten in Klasse 8, ggf. auch schulübergreifend
Bei der Differenzierung am Ende der Klasse 9 in die zukünftige Klasse 10, Typ A oder Typ B intensive Beratung aller unterrichtenden KollegInnen nicht nur in Bezug auf die Noten/ Leistungen eines Schülers, sondern auch in Bezug auf all seine Kompetenzen, diesbezüglich auch intensive Beratung mit den FachlehrerInnen bzgl. der Vergabe der Note 2 in der Fächergruppe II und deren Konsequenzen
Beratungsgespräche mit Eltern, SchülerInnen, der Schulsozialarbeiterin, außerschulischen Partnern und dem Berufsberater des Arbeitsamtes
Förderkurse im AG-Bereich (Deutsch, Mathematik, Englisch)
Jahrgangsstufe 10
Stufenkonferenzen mit ausführlichen Beratungen über die Entwicklung und den Leistungsstand der SchülerInnen
Absprachen über Themen und Unterrichtsinhalte in den Parallelklassen
Absprache der Anforderungen in Klassenarbeiten und Tests sowie über deren Beurteilung
Beratungsgespräche mit Eltern, SchülerInnen, der Schulsozialarbeiterin, außerschulischen Partnern und dem Berufsberater des Arbeitsamtes
7.4. Stärkung der Sozialkompetenz als unterrichtsbegleitendes Prinzip und durch individuelle Förderung ( erziehender Unterricht und soziales Lernen)
Die Stärkung der Sozialkompetenz bzw. deren Aufbau stellt einen unverzichtbaren Schwerpunkt der unterrichtlichen Tätigkeit sowie der schulischen Arbeit insgesamt dar. Aufgrund einer "veränderten Kindheit" kann ein Wissen der Schülerinnen und Schüler in diesem Bereich nicht mehr als selbstverständlich vorausgesetzt werden.
Stärkung der Sozialkompetenz als unterrichtsbegleitendes Prinzip:
Aufstellen von verbindlichen Klassenregeln zusammen mit den Schülern
Transparenz der Konsequenzen bei Regelverstoß
Erarbeiten von Gesprächsregeln
Erarbeiten von Verhaltensregeln in unterschiedlichen Sozialformen des Unterrichts (Einzel-, Partner-, Gruppen- und Freiarbeit)
Förderung der Gruppenarbeit
Gemeinschaftliche Aktivitäten (Projekte, Klassenfahrten, Feiern, Nutzung erlebnispädagogischer Angebote)
SchülerInnen die Möglichkeit geben, Verantwortung durch Übernehmen besonderer Aufgaben zu tragen
Individuelle Förderung durch " Soziales Lernen"
Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die unterrichtsbegleitenden Prinzipien nicht ausreichen, um die bestehenden Defizite im Bereich der Sozialkompetenz zu beheben. Daher wird bereits von einigen KlassenlehrerInnen ein neues Modell "Soziales Lernen" als eigenständiger Unterrichtsgegenstand durchgeführt und erprobt. Dabei hat sich gezeigt, dass es notwendig ist, diesem Themenbereich ein eigenes Stundenkontingent von zwei Wochenstunden zur Verfügung zu stellen.
Nur so kann gewährleistet werden, dass Handlungswissen in diesem Bereich kontinuierlich und altersspezifisch entwickelt und weiter aufgebaut werden kann.
Der Schwerpunkt dieser Maßnahmen liegt in der Jahrgangsstufe 5/6, die Fortführung wird jedoch bis zur Jahrgangsstufe 10 unter dem Aspekt der Eigenverantwortlichkeit/ Selbstständigkeit realisiert !
7.5. Beratungskonzept und Schulsozialarbeit
Die Beratung der Schüler sowie ihrer Erziehungsberechtigten gehört zu unseren grundlegenden pädagogischen Tätigkeiten. Jede Lehrkraft stellt sich die Aufgabe, die eigenen Wahrnehmungen kontinuierlich festzuhalten und aufzubereiten, dass sie in Beratungsgesprächen rückgemeldet werden können. Im Gespräch werden die Wahrnehmungen, Beobachtungen und Erfahrungen in der Absicht mitgeteilt, Hilfen für den weiteren Entwicklungsprozess des Schülers zu geben. Unser Ziel in der Beratung ist nicht die Beurteilung oder Bewertung, sondern das Entwickeln und Aufzeigen von Perspektiven. Eine für alle Beteiligten breitere, gesicherte Wahrnehmungsebene und damit auch eine bessere Grundlage für Beratungsprozesse ist herzustellen.
Jede Lehrkraft hält dazu ihre Wahrnehmungen schriftlich fest und macht sie den übrigen Lehrkräften der Klasse zugänglich. Dem Klassenlehrer kommt in dem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Er sorgt für das Zusammenführen von Wahrnehmungen und für einen regelmäßigen Informationsaustausch. Daneben sorgt ein Jahrgangsstufenkoordinator für die kollegiale Aussprache untereinander und die Abstimmung innerhalb einer Jahrgangsstufe.
Beratungsgespräche sollen den Lern-, Erziehungs- und Entwicklungsprozess des Schülers begleiten und beeinflussen. Regelmäßig durchgeführte Beratung bietet dafür die beste Grundlage.
Im alltäglichen schulischen Geschehen ergeben sich immer wieder Anlässe und Gelegenheiten für situations- und anlassbezogene Beratungsgespräche. Ihr Wert liegt für uns in der Möglichkeit, aktuelle Wahrnehmungen sofort an den Einzelnen zurückzumelden.
Die im Ganztagsbetrieb vorhandene Mittagspause kann für eine spontane und auch systematische Beratung genutzt werden.
Zwei Elternsprechtage im Schuljahr bieten den Erziehungsberechtigten Gelegenheit für eine Beratung über die fachlichen Kompetenzen und die Schlüsselqualifikationen des Schülers.
Sonstige Sprechzeiten für die Erziehungsberechtigten sind kurzfristig nach Absprache mit den Lehrkräften jederzeit möglich, wobei die zeitlichen Belange sowohl der Erziehungsberechtigten als auch der Lehrkräfte Berücksichtigung finden müssen.
Absicht für unsere Beratung soll sein, durch Schlussfolgerungen, Ratschläge, Konsequenzen, Aufzeigen von alternativen Möglichkeiten und schulische wie außerschulische Angebote Hilfen für den weiteren Entwicklungsprozess des Schülers zu geben.
Schulsozialarbeit
Neben dem aufgezeigten Beratungskonzept für unsere Schule findet Schulsozialarbeit statt. Die Schulsozialarbeit ist in unser Beratungskonzept integriert und fester Bestandteil des Schulalltags.
Zwei Schulsozialarbeiterinnen mit einer Vollzeitstelle stehen unserer Schule während der gesamten täglichen Schulzeit und darüber hinaus zur Verfügung, um sowohl bei akut auftretenden Problemen zu helfen als auch im präventiven Bereich tätig zu sein.
Überschneidungen mit der Beratungstätigkeit der Lehrkräften sind gewollt und vielfach nicht zu umgehen, in manchen Fällen allerdings auch aus Gründen des Vertrauensschutzes für den Schüler nicht erwünscht. Die besondere Position der Schulsozialarbeiterin zeigt sich in der Weise, dass
das Kollegium auf ihre Hilfe je nach Bedarf und eigenem Ermessen zurückgreifen kann,
sie das Privileg genießt, keine Zensuren zu erteilen,
sie einerseits nah bei den Schülern ist, andererseits aber auch mit dem Kollegium eng zusammenarbeitet.
Dieser Zustand macht ihre Arbeit nicht einfacher, bietet aber auch berufliche Entfaltungsmöglichkeiten und Spielräume. Über den personengebundenen Aufgaben steht für uns immer die Forderung, den Kindern und Jugendlichen ein verlässlicher Ansprechpartner und Berater zu sein.
Zielgruppe
Als Zielgruppe kommen solche SchülerInnen in Frage
die gravierende Schulprobleme haben (Konzentrationsschwierigkeiten, Leistungsabfall bis Leistungsverweigerung und auffälliges Sozialverhalten ),
die aus Sonderschulen (Sonderschule für Erziehungshilfe) in das Regelschulsystem wechseln,
die als Schulwechsler vom Gymnasium oder der Realschule zu uns kommen
die als Frühabgänger die Schule verlassen,
die im sozialen Umfeld (Schule, Familie, Freundeskreis) belastende Situationen erleben, die sie alleine nicht verarbeiten können,
die sozial benachteiligt sind.
Zielsetzung
Ziel der Schulsozialarbeit ist es, in enger Zusammenarbeit mit den Lehrern, Eltern und anderen Institutionen ( ASD, Familienhilfe, Jugendamt, Arbeitsamt, freie Träger, Vereine, Kirchengemeinden) den SchülerInnen zu helfen, eine positive Lebenseinstellung zu entwickeln, ihr Selbstwertgefühl zu steigern und die Verantwortung für ihr Leben und Handeln zu übernehmen. Die Schulsozialarbeit kann helfen, Lösungen für ihre Probleme zu finden und Unterstützung bei ihrer Umsetzung anbieten.
Ein weiters Ziel ist es, in einem ganzheitlichen Ansatz (Berücksichtigung des gesamten sozialen Umfelds – Familie, Schule, Freunde, Wohnsituation etc.-) durch Präventionsmaßnahmen auffälligem Verhalten entgegenzuwirken und es zu überwinden.
Die Schulsozialarbeiterin
Die Schulsozialarbeiterin der Georgschule versteht sich als Beistand, Vermittlerin und Begleiterin der SchülerInnen. Sie unterstützt die Kommunikation zwischen Eltern und Lehrern und ist behilflich bei der Kontaktaufnahme zu Freizeitgruppen, Therapeuten und sozialen Diensten. Dazu ist es notwendig, dass sie eine tragfähige , emotionale Vertrauensbeziehung zu den SchülerInnen aufbaut und dass sie verlässlich ist.
Eine enge Kooperation mit dem Lehrerkollegium ist wesentlich und darauf ausgerichtet, die pädagogische Arbeit der Schule zu unterstützen. Gleichzeitig muss sich die Schulsozialarbeiterin deutlich vom schulischen Unterricht abgrenzen und keine Tätigkeiten übernehmen, die zu den originären pädagogischen Aufgaben von LehrerInnen zählen.
Varianten der Betreuung
Einzelfallhilfe: Einzelfallhilfe bedeutet Eingehen auf den Einzelnen und Sammeln von anamnestischen Daten. Dies geschieht durch:
Gespräche mit den SchülerInnen
Unterrichtsbeobachtungen
Gespräche mit Lehrern, Eltern und Freunden
Gespräche mit anderen Institutionen, die bereits mit dem Kind Kontakt hatten
Für die Einzelfallhilfe ist es wichtig, dass die Sozialarbeiterin eine Atmosphäre schafft, in der das Kind sich angenommen fühlt, sich öffnen kann, Angst zeigen darf, ausrasten darf und Hilfestellung erwarten darf.. In diesem geschützten Raum kann die Sozialarbeiterin dem Kind sein eigenes Verhalten spiegeln, Situationen bewusst machen, Zusammenhänge offenlegen und Konsequenzen aufzeigen. Sie kann das Kind immer wieder ermutigen, sich selbst anzunehmen und sein Selbstbewusstsein zu stärken.
Soziale Gruppenarbeit: Die soziale Gruppe ist Medium und Lernfeld. Hier werden Bedingungen geschaffen mit dem Ziel, Probleme und Schwierigkeiten aufzuarbeiten und einen Veränderungsprozess einzuleiten, so dass die Schüler langfristig in die Lage versetzt werden, den Anforderungen im soziale Gefüge ( Familie, Klassenverband, Freizeitgruppe etc.) gewachsen zu sein. In der sozialen Gruppe können:
individuelle Belastbarkeit erlernt,
Konflikte zugelassen, reflektiert und individuell bewältigt werden,
Kontinuität und Belastbarkeit erfahren werden,
Gemeinschaftsgefühle erlebt werden,
Kompromisse ausgehandelt werden,
Fähigkeiten zur konstruktiven Konfliktlösung erworben werden,
Beziehungsstörungen bearbeitet werden sowie
Rollenklischees und verfestigtes Rollenverhalten abgebaut werden.
Zusätzlich bietet die Arbeit mit dem Entwicklungsmodell der sozialen Gruppenarbeit unter Berücksichtigung der gesetzmäßig auftretenden Gruppenphasen wie Orientierung/ Annäherung, Machtkampf/ Kontrolle, Intimität, und Differenzierung/ Ablösung Kommunikationsmuster, die für die Beziehungsfähigkeit der Kinder förderlich sind. Programmmittel der sozialen Gruppenarbeit sind Malen, Basteln, Rollenspiele, sportliche Aktivitäten, Spiele im Gruppenraum, Ausflüge etc..
Schulintegrative Maßnahmen helfen dabei, dass sich die SchülerInnen, Lehrer und Sozialarbeiter als ein verantwortliches Team erleben, das ganzheitlich arbeitet und ein gemeinsames Erziehungsziel verfolgt und gemeinsame Unternehmungen plant und durchführt wie Klassenfahrten, Klassenfeste, Schulfeste und Projekttage.
Arbeit mit den Familien: In der Arbeit mit den Familien ist es wichtig, bei den ersten Kontakten den fördernden und unterstützenden Charakter der Sozialarbeit deutlich zu machen. Von großer Bedeutung ist auch die Vermeidung von Schuldzuweisung und das Abklären der gegenseitigen Erwartungshaltungen. Gekennzeichnet ist die Arbeit in der Familie durch:
Beziehungsaufbau (Gespräche, Zuhören, Nachfragen, Problemformulierung gemeinsam erarbeiten, Annahme, Akzeptanz)
Praktische Lebenshilfen
direktive Beratung (Hilfestellungen bei Kontakten zu Behörden,
rechtliche Beratung, Informationshilfe etc.)
langfristig angelegte Lebens- und Erziehungsberatung (Voraussetzung ist das Prinzip der Freiwilligkeit, Kontinuität, Partnerschaftlichkeit und gegenseitigen Akzeptanz. )
Ablösung (Loslösung von der Person und dem Angebot der Schulsozialarbeit, Hinführung zu außerschulischen Angeboten im sozialen Umfeld des Schülers, wie Vereinen etc., Vermittlung der Eltern in Selbsthilfegruppen und Erziehungsberatungsstellen)
7.6. Geschlechtsspezifische Sexualaufklärung in den Klassen 6 und 7 Aufklärung und Beratung
In Zusammenarbeit mit der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. wird für alle Mädchen und Jungen der Jahrgangsstufen 6 und 7 in jedem Schuljahr verbindlich eine geschlechtsspezifische Sexualaufklärung als Vorbereitung auf die Pubertätsphase durchgeführt.
Auf diese Weise gelingt es, allen Schülern unabhängig von ihrer familiären Situation und ihrem kulturspezifischen Hintergrund eine umfassende und altersadäquate Sexualaufklärung zukommen zu lassen. Auf die Anwesenheit des Klassenlehrers wird bewusst verzichtet. Daneben findet im Biologieunterricht die obligatorische fachspezifische Auseinandersetzung mit den Aufgaben und Funktionen der Sexualorgane des Menschen statt.
Die Fragen und Wünsche der Kinder finden die notwendige Berücksichtigung. Zum Abschluss besuchen die Mädchen eine Frauenarztpraxis und lernen diese in einer "Teeniesprechstunde" kennen. Für die Jungen ist geplant, eine urologische Arztpraxis aufzusuchen.
In jedem Schuljahr werden von einer Mitarbeiterin der Diakonie 6 Sprechstunden in der Schule während der Mittagspause von 13.05 – 14.05 Uhr angeboten, in der allen Schülern die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme geboten wird.
Unser Verständnis von Sexualpädagogik ist es, den Mädchen und Jungen eine einfühlsame Begleitung und vielseitige Unterstützung bei Themen anzubieten, die mit Partnerschaft und Sexualität zu tun haben. Aufgrund der unterschiedlichen Sozialisation der Kinder halten wir eine solche geschlechtsspezifische Sexualaufklärung gerade zum Beginn der Pubertät für dringend erforderlich. Es geht auch darum, dass Selbstvertrauen von Jugendlichen zu fördern und sie zu einem eigenverantwortlichen Verhalten gegenüber sich selbst und anderen zu befähigen. Es wird in dieser Veranstaltung über Sexualität unter dem Aspekt des Schutzes aufgeklärt.
Ziele:
Umfassende Information über die Sexualorgane des Menschen
Stärkung der sexuellen Selbstbestimmung und des Selbstbewusstseins
Eigenverantwortlicher Umgang mit Verhütungsmitteln
Vermeidung ungeplanter Schwangerschaften als Präventionsmaßnahme
Gesundheitsvorsorge
Die geschlechtsspezifische Sexualaufklärung in den Jahrgangsstufen 6 und 7 findet in der Jahrgangsstufe 9 eine Fortsetzung in dem Projekt "Check it", wo es in 5 verschiedenen Bausteinen um die Suchtvorbeugung im weitesten Sinn geht.
7.7. Berufswahlvorbereitung in Kooperation mit außerschulischen Partnern
Mit Beginn der 8. Klasse beginnt der Einstieg in die intensive Berufswahlvorbereitung. Der Lehrplan sieht für den Deutsch- und Informatikunterricht folgende Themen vor:
das Verfassen von Bewerbungen; Lebensläufen, Vorgangs- und Personenbeschreibungen sowie Inhaltsangaben
das Erstellen von Briefköpfen, professionelle Textverarbeitung, Grundbegriffe der Tabellenkalkulation und Datenbank, einfache mathematische Anwendungen/ Bedingungen
Auswahl der Praktikumsstelle und Versenden der Praktikumsunterlagen
Persönliche Kontaktaufnahme zu den Praktikumsbetrieben
Absolvierung des 3 wöchigen Betriebspraktikums
Neben dem Erwerb dieser Fähig- und Fertigkeiten, der sich über das ganze Schuljahr erstreckt, steht auch der erste Kontakt mit dem Handbuch des Arbeitsamtes Beruf aktuell. Weiterhin informieren die SchülerInnen des 9. Jahrgangs ihre Mitschüler über ihre Erfahrungen aus dem Betriebspraktikum. Diese Veranstaltung vermittelt anschaulich mittels Diavortrag und Erfahrungsberichten der SchülerInnen einen Eindruck ihrer Praktikumstätigkeit in der facettenreichen Berufswelt.
Am Anfang der 9. Jahrgangsstufe steht die konkrete Vorbereitung auf den direkten Kontakt mit der Berufs- bzw. Arbeitswelt. Auch hier bietet der Deutschunterricht in Kooperation mit den Fächern Arbeitslehre und Informatik wesentliche Grundlagen:
Überarbeitung von Lebensläufen und Bewerbungen, Formatierung und Abspeichern auf Diskette
Erstellung einer Bewerbungsmappe für die konkrete Bewerbung um eine Betriebspraktikumsstelle
Auswahl der Praktikumsstelle und Versenden der Praktikumsunterlagen
Persönliche Kontaktaufnahme zu den Praktikumsbetrieben
Absolvierung des 3 wöchigen Betriebspraktikums
Betreuung des Praktikums durch den/ die Klassenlehrer/in
Erstellen einer Praktikumsmappe mit Erfahrungsberichten zur Arbeit im Betrieb
Reflektion über Vorbereitung und Durchführung des Praktikums
Ausstellung der Praktikumsmappen/ -ergebnisse in der Aula und Durchführung einer Informationsveranstaltung für die SchülerInnen des 8. Jahrgangs
Zudem stehen Betriebsbesichtigungen, auch teilweise klassenübergreifend nach Interessensschwerpunkten aufgeteilt, sowie der Besuch von weiterführenden Schulen auf dem Programm. Ebenso werden Vertreter der weiterführenden Schulen eingeladen, um in Kooperation mit dem Berater des Arbeitsamtes die SchülerInnen ausführlich über ihre Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Unterstützung finden die Maßnahmen in einem Bewerbungstraining mit der DAG oder mit anderen maßgeblichen Instituten (z.B. Banken/Sparkassen), die teilweise als einwöchige Maßnahme in Jugendherbergen durchgeführt werden. Weiterhin steht der Besuch des Hochstift-Berufemarkts auf dem Programm, der dementsprechend vor- und nachbereitet wird. Diese Maßnahme wird auch für den 8. und 10. Jahrgang angeboten.

Die 10. Jahrgangsstufe steht ganz im Zeichen der Lehrstellenwahl und der Bewerbung um eine Lehrstelle. Fast alle Punkte aus dem 8. und 9. Jahrgang werden hier nochmals aufgegriffen, geübt, verfeinert und zielgerecht angewandt. Es werden Berwerbungsschreiben und – mappen für eine Lehrstelle angefertigt und verschickt, um einen möglichst nahtlosen Übergang von der Schule in die Berufsausbildung zu ermöglichen.
Für die Berufswahlvorbereitung bietet die Georg-Hauptschule zusätzlich ein ganz besonderes Angebot an !
Ein gemeinsames Projekt zur Verbesserung beruflicher Chancen von Mädchen ausländischer Herkunft
Das betrifft doch nur die Mädchen ?
Halt ! Stopp !
Bei der Mädchenförderung werden die Jungen an unserer Schule nicht ausgeschlossen. Mädchenförderung beinhaltet auch Jungenförderung, ein grundlegend konzeptioneller Bestandteil dieses Projekts!
In Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern (IBZ/AWO, Hella KG und Claas) werden im AG- und WPU-Bereich Kurse angeboten, die die Mädchen und Jungen sich aussuchen können, um sich mit den Themen Selbstfindung, Berufserkundung und Berufswahl intensiver zu beschäftigen.
Neben zahlreichen weiteren Maßnahmen zum Thema Beruf gibt es in der Aula der Schule ein Berufsinformationshäuschen, in dem alle SchülerInnen sich zu diesem Thema individuell beraten lassen können und sich mittels der dort vorhandenen Materialien informieren können.
( siehe Broschüre zu diesem Projekt )

7.7.1 StuBo: Studien- und Berufsorientierung
In diesem Projekt arbeiten ausgewählte Schulen aller Schulformen aus OWL, unter anderem auch die Georg-Hauptschule, mit der Weidmüller-Stiftung - jetzt Peter Gläsel Stiftung - zusammen, um für Jugendliche den Übergang von der Schule in die Berufswelt zu strukturieren, zu optimieren und zielorientiert weiter zu entwickeln.
Der Übergang Schule-Ausbildung/Berufswelt soll während der gesamten Schulzeit durch modular aufgebaute Prozesse langfristig vorbereitet werden. In diesem kontinuierlichen Prozess der Berufsorientierung sollen sowohl die Eltern als auch (in Frage kommende) außerschulische Partner einbezogen werden. Für unsere Schule gilt hier eine besondere Schwerpunktsetzung auf die Kooperation mit der Firma Hella Leuchten KG und der Bezirksregierung Detmold im SchuB-Projekt (Schule und Betrieb).
An jeder teilnehmenden Schule im StuBo-Projekt wurde seit 2004 ein schulbezogener Berufsorientierungsprozessplan entwickelt, in dem alle Maßnahmen der Berufsorientierung und -vorbereitung dokumentiert und zeitlich strukturiert werden. Dadurch kann gewährleistet werden, dass alle Module der Berufsorientierung unabhängig von der betreuenden Person in gleich hoher Qualität durchgeführt werden können. Besondere Berücksichtigung sollen solche Module finden, die die Schüler und Schülerinnen befähigen, ihre Berufs- und Lebensplanung aktiv zu gestalten.
Als ein Element der Qualitätssicherung ist an unserer Schule zu Beginn des Schuljahres 2005/206 der Berufswahlpass eingeführt worden. Dieser Ordner ist
ein Instrument zur Förderung der Selbstverantwortung der Schüler und Schülerinnen und zur individuellen Lernplanung.
eine unterstützende Hilfe zur Gestaltung der selbstgesteuerten beruflichen Orientierung des Schülers oder der Schülerin bis hin zur Entscheidung über den Startberuf.
ein Mittel zur Initiierung von Gesprächen über den Verlauf des individuellen Berufswahlprozesses.
ein Mittel zur Dokumentation der Teilnahme an Projekten und Maßnahmen und der dabei gewonnenen Kompetenzen, die im Rahmen der Berufsorientierung erworben worden sind, z.B. Praktika, Unterrichtsprojekte, schulische und außerschulische Veranstaltungen.
eine Sammelmappe für Dokumente, Zertifikate, Teilnahmebescheinigungen u.v.a. Sowie für Bewerbungsunterlagen.
Am Ende des drei Jahre dauernden StuBo-Projektes hat jede Schule eine Hauptprozesslandschaft entwickelt, die die Standards zur Berufsorientierung , die von Klasse 5 bis Klasse 10 verbindlich sind, festlegt. Diese Prozesslandschaft, die auch an der Hauptschule-Georg in den letzten Jahren entwickelt worden ist, hat einen dynamischen Charakter, kann und soll in regelmäßigen Abständen überprüft und weiter entwickelt werden.
Zentrale (Teil)prozesse der entwickelten Hauptprozesslandschaft wurden im letzten Jahr bis in einzelne konkrete Aktivitäten analysiert und dokumentiert, diese Arbeit wird im nächsten Jahr weiter fortgesetzt.

7.7.3 Prozessplan Hochstiftberufemarkt

7.7.4. SchuB: Schule und Betrieb
In dem gemeinsamen Projekt "Schule und Betrieb – SchuB" der Georgschule, des Unternehmens Hella Leuchten – Systeme GmbH in Paderborn und der Bezirksregierung Detmold werden SchülerInnen der Jahrgangsstufe 10 bereits während der Schulzeit gezielt auf eine berufliche Ausbildung im gewerblich- technischen Bereich vorbereitet.
Das Unternehmen Hella – Leuchtensysteme GmbH unterstützt die Georgschule dabei durch geeignete Projekte und eine fachliche Begleitung.
Absolventen von Hauptschulen haben es auf einem angespannten Ausbildungsmarkt nicht immer leicht, Ausbildungsplätze zu finden. Darüber hinaus klagen Betriebe häufig über fehlende Qualifikationen von Hauptschulbewerbern. Dieses Kooperationsprojekt soll Abhilfe schaffen und neue Wege gehen, in dem die SchülerInnen der Georgschule gezielt gefördert und zur Ausbildungsreife geführt werden sollen.
Zum einen werden durch Zusatzunterricht gezielt Themen vertieft, in denen fachliche Defizite festgestellt wurden. Zum anderen weist das Projekt praxisnahe Aktivitäten auf, die die SchülerInnen in der Ausbildungswerkstatt des Unternehmens vierzehntägig an einem Tag in der Woche durchführen. Die Teilnehmer absolvieren Praktika und arbeiten gemeinsam mit Auszubildenden an zum Teil selbst entwickelten Projekten.
Hierbei kommt es bei allen Beteiligten darauf an, die Anforderungen und Erwartungen der Wirtschaft möglichst frühzeitig transparent zu machen und durch gezielte Maßnahmen darauf hinzuwirken, dass die am Projekt beteiligten SchülerInnen die erforderliche Ausbildungsreife gewinnen.
Die gesammelten Erfahrungen in diesem Projekt werden kontinuierlich von der Projektleitung ausgewertet und fließen in die schulische Arbeit ein.
Es folgen auf den nächsten Seiten die Kooperationsvereinbarung im Einzelnen. Zudem erhalten die teilnehmenden SchülerInnen zum Beginn und am Ende der Teilnahme an dem Projekt "Schule und Betrieb – SchuB" ein Teilnahmezertifikat, das einem Bewerbungsschreiben um eine Ausbildungsstelle beigefügt werden kann.





GEORGSCHULE
Sekundarstufe 1
Ganztagsschule
Wir kümmern uns!
Georgschule, Erzbergerstr.26, 33102 Paderborn Tel.05251/35088
Fax: 05251/35569
E-Mail: hs-georg@paderborn.de
Teilnahmezertifikat
Der Schüler / die Schülerin ______________________________________________
hat im Schuljahr an dem Projekt "SCHuB – Schule und Betrieb" teilgenommen.
Ziel des Projektes war die gezielte Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf die Anforderungen in der technischen Ausbildung durch eine enge Kooperation von Schule und Betrieb.
Im Verlauf des Förderprojekts wurden folgende inhaltlichen Schwerpunkte gesetzt:
Grundlegende Beherrschung der Mathematik im Sinne anwendungsbezogener Rechentechnik
Anwendung der deutschen Sprache mit dem situativen Bezug zur Arbeits- und Berufswelt
Vertiefung physikalischer Grundlagen
Anwendung und Vertiefung technischer und informationstechnologischer Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten
Grundkenntnisse über wirtschaftliche Zusammenhänge
Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit in der englischen Sprache
Hinführung zu selbstverantwortlichem Lernen
Stärkung der sozialen und kommunikativen Kompetenz
Paderborn,
7. 8 Öffnung von Schule und Einbeziehung außerschulischer Lernorte
Jugendliche in ihrem Bildungsprozess zu unterstützen bedeutet u.a., ihren Erfahrungshorizont zu erweitern, bedeutet auch, eine kritische Auseinandersetzung mit ihren Erfahrungen und somit mit ihrer Umwelt zu fördern, Auch an der Georgschule zählt es mittlerweile zur Tradition, dies mittels Einbeziehung außerschulischer Lernorte zu realisieren. Viele dieser Adressen bieten ein extra pädagogisch konzipiertes, den einzelnen Jahrgangsstufen angepasstes Angebot an, das die LehrerInnen in ihrer Arbeit gezielt unterstützt.
Das Einbinden außerschulischer Lernorte setzt zudem Zeichen: Die Schule ist bereit, sich zu öffnen, in Kontakt und Kooperation mit der Umwelt zu treten, die Rückkoppelung der Umwelt zur Schule herzustellen. Nicht nur Schule möchte Nutznießer außerschulischer Lernorte sein, auch die Umwelt hat der Schule und somit den SchülerInnen etwas mitzuteilen. Oft entstehen hieraus die interessantesten Projekte, die prägenden Eindrücke bei den SchülerInnen hinterlassen.
An unserer Schule gibt es kein festgelegtes Programm außerschulischer Lernorte, das abgearbeitet werden muss. Die Jahrgangsstufenlehrer entwerfen dies in ihren Teams entsprechend der Klassensituation und ihren persönlichen Interessen jedes Jahr aufs Neue, wodurch dieser Bereich kunterbunt, spannend und innovativ wird. Trotzdem haben sich im Laufe der Jahre außerschulische Lernorte herauskristallisiert, auf die kaum in den einzelnen Jahrgangsstufen verzichtet wird:
Jahrgangsstufe 5/6
Alme und Paderauengesellschaft: Das grüne Klassenzimmer
Haxtergrund/ Forstamt: Waldlehrpfad
PESAG: Wasser Biologie
Alte Schanze: Müllentsorgung
Marstall: Naturkundemuseum
Stadterkundung: Wo ist was ?
Museen: auf den Spuren Karls des Großen Geschichte
Adam und Eva Haus: Paderborner Geschichte
Büchereien
Medienzentrum Deutsch
Stadtspiel Paderborn
Jahrgangsstufe 7/8
Straßenverkehrsamt: Projekt Verkehr
Vereine: Eine-Welt- Projekte, Spendenaktion Kinderdorf Oyoko, Erdkunde
- internationale Tanzveranstaltungen, interkulturelle Begegnungen Deutsch
Kreis Paderborn/ Polizei: Gewaltprävention
Sparkasse/ Banken: Geld, Kredit, Warengeschäfte Arbeitslehre/Wirtschaft
Arbeitsamt: BIZ
Historisches Museum Marstall Geschichte/ Politik
Jahrgangsstufe 9/10
Wewelsburg/ Stadtarchiv: NS-Zeit Geschichte/ Politik
Tageszeitung: ZISCH-Projekt
Theaterbühnen: Theateraufführungen Deutsch
Egge-Exkursion: Thema Waldsterben
STEB: Kläranlage Biologie
Stadtwerke: Aabachtalsperre, Thema Wasser
Sternwarte Erdkunde
PESAG: Windkraft, Energieversorgung
Sparkasse Paderborn: Börsenspiel
Betriebsbesichtigungen: u.a. PIGAL, Paderborner Umweltwerkstatt Arbeitslehre
AOK: Soziale Sicherung
Amtsgericht: Rechtskunde-AG
Reiterhalle, Galerie: Kunstausstellungen Kunst

7.9 ProjektMädchenförderung
an der Georgschule, Sek. I Ganztagsschule der Stadt Paderborn

I. Entwicklung
Vor dem Hintergrund des Krieges in Jugoslawien entstand 1994 aufgrund der Abschiebung jugoslawischer Schüler/innen der erste Kontakt der multikulturell geprägten Georg-Schule zum IBZ (Internationales Beratungszentrum der AWO Paderborn), das von diesem Zeitpunkt an AGs mit dem Titel Internationale Mädchengruppe für die Jahrgangsstufen 9/10 anbot. Schon sehr bald verschoben sich die Themen Identitätsfindung und Alltagsbewältigung dieser AGs entsprechend den Bedürfnissen der Mädchen ausl. Herkunft schwerpunktmäßig in die Bereiche Zukunftsperspektiven / Zukunftsplanung / Berufsentscheidung.
Seit dem Schuljahr 97/98 bietet die Georg-Schule in enger Zusammenarbeit mit dem IBZ der AWO Paderborn ein gemeinsames Projekt zur Verbesserung beruflicher Chancen von ausländischen Mädchen an, das dieser thematischen Verlagerung gerecht wird und nun mit Hilfe folgender außerschulischer Partner realisiert wird:
das tbz Paderborn, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Paderborn, der Ausländerbeirat PB, die Schulbetreuer vom Arbeitsamt PB, die Ausbildungsleiter der Firmen Hella KG Hueck & Co., Claas Industrietechnik GmbH und Benteler AG, die Hodschas verschiedener Moscheen , das Referat für Alten- und Ausländerbetreuung der Stadt PB.
Mittlerweile ist unter Mithilfe o.g. Partner, aber auch etlicher ungenannter, unter Federführung der Initiatoren von Georgschule und IBZ ein Konzept entstanden, das u.a. Grundlage für die seit 4 Jahren allen Schülerinnen und Schülern regelmäßig angebotenen Mädchen- und Jungengruppen zu den Themen Zukunft Beruf und Wir gehen unseren eigenen Weg im AG- und WPU-Bereich ist. Dieses Konzept besteht aus unterschiedlichen Bausteinen, die der Situation entsprechend verschieden gewichtet werden können.
II. Angebote

Im Folgenden sollen die Bausteine erläutert werden, die eine besondere Herausforderung darstellen:
Info-Stand in der Schule
Über GÖS- Mittel ist es uns gelungen, in der Aula eine Holzhütte aufzubauen, die mittlerweile mit Informationen zu Möglichkeiten der Berufsausbildung und schulischen Weiterbildung aufgefüllt wird, die mit einem PC, entsprechender interaktiver Software von Innungen, Verbänden, Arbeitsamt und Kreishandwerkerschaften ausgerüstet ist und zu regelmäßigen und vereinbarten Zeiten ( vor allem in den Pausen/Mittagspausen) allen Schülerinnen und Schülern individuelle Beratung anbietet. An dieser Hütte befinden sich u.a. Anschläge mit den neuesten Lehrstellenangeboten , für die z.B. die Interessenten sich jetzt schon für den August 2001 bewerben müssen, mit Ankündigungen über Berufsinformationsveranstaltungen heimischer Firmen (Tag der offenen Tür) und Ausbildungsplatzbörsen in den kreiseigenen Städten uvm.. Diese Hütte steht allen Lehrern als Informationspool für ihren eigenen Unterricht zur Verfügung und wird ebenso von den Schulbetreuern des Arbeitsamtes und des IBZ genutzt, soll künftig auch mit dem Arbeitsamt vernetzt werden.
Unsere Hütte beinhaltet nun folgende Informationsmöglichkeiten:
I. Materialien zur Auslage:
schriftliche Materialien vom Arbeitsamt, heimischen Betrieben und der Wirtschaft zu den einschlägigen Berufsbildern /Ausbildungsberufen, zur Einsicht alphabetisch geordnet in einem großen Zeitschriftenregal
schriftliche Materialien zu den weiterführenden Schulen des Kreises Paderborn, zu den Ausbildungsmöglichkeiten freier Bildungsträger, gesondert zur Einsicht im Zeitschriftenregal eingeordnet
schriftliche Materialien vom Arbeitsamt (Beruf aktuell, Monatszeitschriften, Metall Aktuell etc.)
schriftl. Materialien zu Einstellungstest, Ordner mit verschiedenen Einstellungstests
Unterlagen zur sinnvollen Bewerbung/Bewerbungsstrategie von Arbeitsamt, IHK, Banken und Versicherung
II. Das besondere Angebot:
wöchentlich aktualisierte Anschläge mit Lehrstellen- und Jobangeboten aus den verschiedenen heimischen Zeitungen außen an der Hütte, unterteilt für Lehrstellen mit sofortigem Beginn oder für solche zum 1.8.2008 oder 2009
III. Die PC-Informationswelt:
Internetzugänge: die praktikumsboerse.de /AUBI Plus/ Lehrstellenbörse des Arbeitsamts, M+E-Industrie
CDs – teilweise interaktiv – mit Informationen zu sämtlichen Berufen (wird jedes Jahr neu aktualisiert), zur Berufsfindung, zur Bewerbung, zum Berufsstart, zu speziellen Berufen, zu allgemeinen Informationen für Jugendliche ............
schuleigene Praktikumstellendatei mit Adressen und Kommentaren der Schüler, die schon ein Praktikum absolviert haben
Bewerbungschreiben mit Passfotobearbeitung/-ausdruck
IV. Materialien zum Arbeiten im Klassenverband:
Klassensatz aktuelle Telefonbücher /Gelbe Seiten
Klassensatz Ausbildungsatlas der IHK
Klassensatz Beruf aktuell
Klassensatz Aubi plus zur Arbeit im Informatikunterricht
Klassensatz Machs Richtig
V. Litfaßsäule:
Anschläge zu aktuellen Berufsinformationsveranstaltungen von Arbeitsamt, tbz, Bundeswehr u.v.m.
Adressen zur Nachhilfe, Hausaufgabenhilfe, Selbsthilfekreise
aktuelle Veranstaltungen für Jugendliche (Frauenfest, Mädchengruppen ......)
Erfahrung: Dieses Angebot ist ein Hit unter unseren Schülerinnen und Schülern und verdeutlicht ihr Problem, bei der Fülle der vielen schriftlichen Informationen mit einem immensen Klärungs- und Beratungsbedarf allein gelassen zu sein. Ferner ist durch diese Einrichtung die Kooperation mit dem Arbeitsamt intensiviert worden: Die teilweise kontraproduktiven Bemühungen von Lehrern und Beratern des Arbeitsamtes wurden dadurch unterbunden, dass beide gemeinsam diese Berufsberatung durchführen und vorab die Informationen über den Leistungsstand und die erworbenen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern austauschen, deren eigene Darstellungen über ihre Fähigkeiten oft fern jeglicher Realität lagen. Dieses Beratungsangebot am Infohäuschen ist aber hinsichtlich der Aktualisierung und Präsentation sehr zeitintensiv und muss bei der Organisation des Schulalltags seine Berücksichtigung finden.
Kooperation fördern mit der Wirtschaft
Wir verstehen unsere aktiv sich beteiligenden Partner als gleichberechtigte Initiatoren unseres Projekts, was insofern wichtig ist, als auch deren Interessen an einer Optimierung der Vorbereitung Jugendlicher auf berufliche Ausbildung und Beruf Rechnung getragen werden muss.
Deshalb ist dieser Baustein der wichtigste und - wie die Erfahrung zeigt - am schwierigsten zu gestaltende Punkt unseres ganzen Projekts, müssen doch hier instutionalisiert bedingte Zwänge überwunden werden. Die Ausbildungsleiter der Firmen Claas und Hella beklagen immer wieder, dass keine oder nur kaum Mädchen den Weg in ihre technischen Abteilungen finden, obwohl gerade dort deren Teamfähigkeit, Kreativität, Feinmotorik und frauenspezifischen Sichtweisen gefragt sind. Mit diesen Ausbildungsleitern entwerfen wir derzeit ein Programm, wie wir Mädchen unserer Schule für technische Berufe und letztlich auch für die Ausbildung in technischen Berufen mit dem Ziel des Facharbeiterinnenbriefes gewinnen können.
Diese Firmen, die jedes Jahr ein relativ großes Kontingent an neuen Azubis verantwortungsvoll ausbilden und mit realistischen Einstellungschancen operieren, außerdem sich allen Schulen durch Informationsveranstaltungen öffnen, wünschen sich zudem eine effizientere schulische Vorbereitung der Betriebsbesichtigungen, um Zeit, Belastung und Kosten einzusparen. Auch hier wird von Initiatorenseite aus ein Vorbereitungskonzept entwickelt, das nach der Erprobungsphase allen interessierten Schulen zur Verfügung gestellt werden soll.
Auch unsere Partner klagen über mangelnde fachliche Kompetenz der Schulabgängerinnen/Schulabgänger, sehen im Gegensatz zu der öffentlichen Diskussion den Ursprung dieser Problematik u.a. schon im Elternhaus und sich am Ende einer fatalen Entwicklungskette, in die sie am liebsten schon früher als Korrektiv eingegriffen hätten. Hier haben wir Ansätze einer neuen Elternarbeit entwickelt (Eltern, vor allem ausländischer Herkunft, sind sowohl für Betriebe als auch für Schulen oft nicht erreichbar), die beispielhaft die Vernetzung unseres Projekts verdeutlicht und die ein einzelner Projektpartner nicht hätte bewerkstelligen können:
Wir tragen unser Konzept und Anliegen (z.B. eine Informationsveranstaltung über berufliche Chancen /Anforderungen für türkische Mädchen und deren Eltern) dem Referat für Alten- und Ausländerbetreuung der Stadt vor. Der Sachbearbeiter vermittelt uns das entsprechende Mitglied des Ausländerbeirats, der die Veranstaltung in türkischer Sprache leiten wird.
Die Initiatoren (Vertreter von Schule, IBZ, Wirtschaft, Verbänden und Arbeitsamt) stimmen mit dem Vertreter des Ausländerbeirats die thematische Strukturierung der Veranstaltung ab.
Der türkische Gesprächsleiter trägt das Anliegen dem Hodscha, dem geistlichen Oberhaupt der Moschee vor, nennt alle Teilnehmer, unterstreicht damit die Wichtigkeit dieser Veranstaltung, und bittet den Hodscha, die türkischen Eltern zu dieser Veranstaltung einzuladen.
Der Hodscha schlägt unter Berücksichtigung kultureller Gegebenheiten einen günstigen Termin vor, stimmt ihn ab und legt den türkischen Eltern beim den nächsten Freitagsgebeten dringend ans Herz, an dieser Veranstaltung teilzunehmen.
7 Partner führen in der vollbesetzen Moschee eine engagierte Berufsinformationsveranstaltung durch.
Aber auch im Bereich der schulischen Wissensvermitttlung gibt es einen Ansatzpunkt, der dem Ansinnen unserer betrieblichen Partner entgegenkommt: die Offenlegung und Diskussion über die Stoffverteilungspläne in verschiedenen Fachbereichen. Lehrerkonferenzen in Betrieben und die Einladung von Firmenvertretern zu den Fachkonferenzen sind ein geeignetes Mittel, den Weg der Schule zu ihren Partnern auszubauen. Zudem können in wenigen Fächern unsere SchülerInnen Zertifikate erwerben, deren Standards in Absprache mit Vertretern der Wirtschaft entwickelt wurden.
Erfahrungen: Alle beteiligten Partner haben sich hochmotiviert an die von ihnen gestellten Aufgaben begeben , doch zieht sich der Entwicklungsprozess durch terminliche Schwierigkeiten der Beteiligten in die Länge, die vor allem durch unvorhersehbare Ereignisse in Schule, Betrieben und Verbänden provoziert werden. Kurzfristige und überschaubare Aktionen wie die Elterninformatinsveranstaltungen in den Moscheen, die ein voller Erfolg waren, die Standardisierung der Zertifikate oder die Konzeption der Betriebsbesichtigungen bei o.g. Firmen halten bei uns den Optimismus aufrecht, dass wir auch für die weiteren Ziele gemeinsam Lösungen finden werden.
Internationale Mädchengruppe
Seit Jahren bieten das IBZ und die Georgschule Internationale Mädchengruppen im WPU- und AG-Bereich zu den o.g. Themen mit dem Schwerpunkt Betriebserkundung / Berufsorientierung an. Dabei sind Betriebsbesichtigungen unterschiedlichster Branchen sowie deren Vor- und Nachbereitung mit Rückmeldung zu den besichtigten Betrieben ebenso fester Bestandteil der Gruppenarbeit wie die individuelle Betreuung bei der Bewerbung um Praktikums- und Lehrstellen. Da das IBZ unser wichtigster Partner ist, finden regelmäßige Arbeitssitzungen der MitarbeiterInnen der beiden Einrichtungen statt, um neu Ideen zu entwickeln, aber auch um alle Maßnahmen in Bezug auf das entwickelte Konzept auszuwerten bzw. zu überarbeiten. Folgender Themenkatalog ist dabei für die Gruppen entstanden:
“Zukunft- Beruf"
Maßnahme zur Verbesserung der schulischen und beruflichen Chancen von ausländischen Mädchen und Jungen
Internationale Mädchengruppe im Internationalen Beratungszentrum der AWO
9. Schuljahr AG: “Wir gehen unseren eigenen Weg"
Themenschwerpunkte:
Indentitätsfindung
Orientierung im Leben zwischen zwei Kulturen
Konflikttraining, Selbstbehauptungstraining
Lebens- und Zukunftsplanung
Berufe kennenlernen
kreatives Projekt (Video, Bürgerfunksendung, Zeitung gestalten)
Internationale Mädchengruppe im Internationalen Beratungszentrum der AWO
10. Schuljahr WPU: “Zukunft -Beruf"
Themenschwerpunkte
Berufswahlorientierungs- und Berufsfindungsprozeß
Berufe “vor Ort" kennenlernen
Bewerbungstraining
Kompetenzen kennenlernen und verbessern
Rechte und Pflichten während Ausbildung und im Arbeitslebenkennenlernen
Regeln im Arbneitsleben kennenlernen
Kontakte mit Behörden, Dienstleistungsbereichen, Industrie knüpfen
Internationale Jungengruppe mit Lehrer der Georg-Hauptschule
10. Schuljahr WPU: “Gemeinsam von der Schule in den Beruf"
Themenschwerpunkte
Betriebsbesichtigungen
Bewerbungstraining
Kontakte mit Betrieben knüpfen
Kontakte mit Berufsschulen und weiterfühenden Schulen
Kontakte mit dem Arbeitsamt usw.
Identitätsfindung
Erfahrungen: In den letzten Schuljahren war das Interesse der Schülerinnen an diesen Angeboten groß. 2 Mädchengruppen wurden eingerichtet und vom IBZ der AWO betreut. Die Aktivitäten in den einzelnen Gruppen sind nach wie vor ungebrochen, Identitätsfindung, Lebens- und Zukunftsplanung, Berufsfindungsprozesse sowie Bewerbungstrainings stehen bei den Jugendlichen hoch im Kurs.
Über die Kontakte des IBZ können zudem Kräfte der Katholischen Fachhochschule/Uni-versität engagiert werden, die Schülerinnen mit besonderem Förderungsbedarf aus den 9. und 10. Klassen im Rahmen unseres Projektes nach der Unterrichtszeit betreuen, um ihnen den Weg zu einem erfolgreichen Schulabschluss und den Erwerb einer Lehrstelle zu ebnen.
Etliche SchülerInnen aus der 8. Jahrgangsstufe haben ihr Interesse bekundet, auch an einem solchen Kurs teilnehmen zu können. Dies entspricht unseren eigenen Erfahrungen, dass der Prozess der Berufsorientierung in der 9. Jahrgangsstufe viel zu spät beginnt, da die SchülerInnen am Ende der 9. Klasse sich um eine Lehrstelle bewerben müssen, ihre Entscheidung also schon längst gefallen sein muss. Deshalb werden wir versuchen, auch in Stufe 8 Berufserkundungskurse spez. für Mädchen und Jungen anzubieten.
weitere Informationen über das Mädchenfördrungsprojekt siehe Konzept und Broschüre
8. Zusammenfassung und Ausblick[Inhalt]
Unter der Maxime Wir kümmern uns ! sind in dem vorliegenden Teil des Schulprogramms wesentliche und uns als Kollegium/Schulleitung sehr wichtig erscheinende Maßnahmen und Prinzipien aufgelistet worden, die wir im Bildungsalltag realisieren bzw. verfolgen. Dahinter verbergen sich eine Fülle von Idealen, Zielen und Werteinstellungen, also Ansprüche einer/s jeden einzelnen, die mit der Arbeit der Gemeinschaft bzw. des Kollegiums, mit der Schule als Institution und dem staatlichen Bildungsauftrag korrelieren müssen. Dahinter verbirgt sich aber auch eine unserer Georgschule ganz eigene Philosophie, entstanden und basierend auf zahlreichen Diskussionen und Konferenzen, gewachsen in Arbeitssitzungen, Pausengesprächen, Kommunikation auf privater Ebene und in ganz persönlichen Begegnungen, die die Eigenart unserer Schule ausmacht und die zwar nicht unumstößlich ist , aber vier sehr feste Standbeine aufweist. Diese sind:
Den Menschen stärken
Wo stehe ich als SchülerIn, wohin führt mein Lebensweg, was will ich ? Um den SchülerInnen bei der Beantwortung dieser Fragen zur Seite zu stehen, müssen sie wahrgenommen, akzeptiert und dort abgeholt werden, wo sie sich gerade befinden. Das breitgefächerte Beratungsangebot unserer Schule (PUSCH, Soziales Lernen, Schulsozialarbeit, Kooperation mit außerschulischen Partnern, Mädchen- und Jungenförderung ........) ist eine gezielte Antwort auf die Unsicherheiten der SchülerInnen. Zudem werden z.B. Maßnahmen wie Freiarbeit, die Gestaltung von Arbeitsstunden und Differenzierung intensiv vorangetrieben, um ihren individuellen Lernfortschritt zu gewährleisten und abzusichern. Auch die an unserer Schule bewusst getroffene Entscheidung des Klassenlehrerprinzips zielt darauf ab, den Schüler /die Schülerin als individuelle Persönlichkeit zu stärken. Medien-, Umwelterziehung, Sportveranstaltungen, Schulfahrten sowie Integrationsmaßnahmen sind weitere bewusste Schritte hin zur Stärkung unserer Kinder und Jugendlichen, um im gesellschaftlichen Kontext bestehen zu können bzw. daran aktiv teilnehmen zu können
Dinge klären
Das Erlernen von Arbeitstechniken, das Lernen lernen, sich mit sachlichen und fachspezifischen Inhalten auseinanderzusetzen sind unabdingbare Voraussetzungen, um Sachverhalte zu erfassen, sich damit zu beschäftigen und sich an ihnen zu messen. Die vorgegebenen Differenzierungsmaßnahmen ( Einteilung in G- und E-Kurse oder in 10 A oder 10B ), das Erlernen einer Fremdsprache, aber auch die angebotenen Zertifikatskurse in Technik und Informatik, Förderkurse im AG-Bereich sowie die Diskussion und Transparentmachung von Leistungsanforderungen (z.B. durch Betriebspraktika, Kontakte mit außerschulischen Partnern .......) sind Angebote an die SchülerInnen, ihre Position ihres individuellen Lernprozesses im gesellschaftlichen Kontext zu erkennen und sich weiterzuentwickeln.

Veränderungen riskieren
Die Georgschule hat bisher gezeigt, dass sie sich mit neuen Anforderungen und Bedingungen auseinandersetzt und bereit ist, neue Wege zu beschreiten. Die Umwandlung der Schule in eine Ganztagsschule, die Öffnung zu außerschulischen Partnern und unbefristete schulimmanente Projekte sind Zeugnis dafür, dass das Lehrerkollegium und die Schulleitung Mut zu neuen Maßnahmen zeigen. Innovation im Interesse einer optimalen Ausbildung der Jugendlichen verlangt von den Beteiligten ein hohes Maß an Sach- und Fachkompetenz, an persönlichem Engagement und persönlichem Energieeinsatz. Intensive Diskussionen in Lehrerkonferenzen zu unterschiedlichen Themen, interne und externe Kollegiumsfortbildungen sowie vor allem eine kollegiale Offenheit und Kooperationsbereitschaft sind an unserer Schule die Basis, um diesem Verlangen gerecht zu werden.
Veränderungen sollten jedoch nicht durch die Schulbürokratie einer Schule übergestülpt werden, sondern durch Überzeugungsarbeit, noch besser durch das Gewinnen von Schulen für neue Vorhaben und durch das Kollegium entlastende Maßnahmen in Gang gesetzt werden.
Positiv Denken
Eine positive Lebens- und Arbeitseinstellung erleichtert den Umgang mit den Widrigkeiten des Alltags, ermöglicht kreative Problembewältigungsstrategien, ist Grundlage für konstruktives und innovatives Handeln und schärft den Blick für das Wesentliche. Die Lehrerinnen und Lehrer der Georgschule praktizieren in ihrem Schulalltag diesen Stil, indem sie u.a. lösungsorientiert sich verhalten bzw. handeln und dieses Verhalten nach außen hin tragen.
Nachwort
Auf der Grundlage des Schulprogramms 2000 haben wir eine Überarbeitung vorgenommen und den Erfolg unserer Arbeit überprüft. Damit haben wir das sich seit dem Jahr 1989 herausgebildete Schulprofil der Georgschule dokumentiert. Wir haben Bewährtes und für die Schulgemeinschaft Wichtiges festgeschrieben. Gleichzeitig zeigen wir aber auch Perspektiven für die Zukunft auf und lassen damit unser Schulprogramm nicht als etwas Endgültiges und für immer Bestehendes in Erscheinung treten.
Wesentliche strukturelle Merkmale unserer gesamten Schulentwicklung und aller schulischen Aktivitäten sind die Qualitätssicherung und gleichzeitig auch eine Qualitätsentwicklung.
Wir sind der Auffassung, dass die Georgschule ihren Aufgaben nur gerecht werden kann, wenn sie ein lebendiges System bleibt, das immer wieder über ihre Arbeit nachdenkt, Veränderungen wahrnimmt und darauf angemessene Antworten findet.
Das bislang Erreichte möchten wir auch zukünftig einer kontinuierlichen Prüfung unterziehen und daraus bei Bedarf neue Ziele und Vorhaben entwickeln.
Das Schulprofil kann sich verändern und damit auch unser Schulprogramm. In Teilbereichen unterliegt es zwangsläufig auch einem Wandel, weil es als personenabhängig angesehen werden muss. Personelle Veränderungen bedeuten häufig eine Verschiebung, wenn nicht sogar einen Wegfall von Schwerpunkten im Schulprogramm.
Schulprogrammarbeit bedeutet für uns aber auch Kontinuität, Verlässlichkeit und ein Festhalten an Leitlinien und Werten für alle Aktivitäten in der Verbindung mit Unterricht und Erziehung.
Unser Schulprogramm erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und Darstellung aller Aktivitäten des Schullebens. Viele Kleinigkeiten und vermeintliche Nebensächlichkeiten bleiben unerwähnt, sind aber dennoch wichtig. Die vielen aufgezeigten Facetten geben einen Einblick und spiegeln wieder, wie wir in der Georgschule arbeiten und einen großen Teil des Tages gemeinsam verbringen..
Im Mittelpunkt stehen die Kinder und Jugendlichen, die sich auf das Erwachsenenleben vorbereiten, um den privaten wie beruflichen Anforderungen gewachsen zu sein. Unser Leitspruch "Wir kümmern uns" ruft dabei täglich in Erinnerung, unseren Auftrag zur Zufriedenheit aller zu erfüllen.
Impresssum:
© Autoren: Kollegium der Hauptschule Georg Paderborn im Schuljahr 2002/2003, 2005/2006 und 2007/2008
Überarbeitung der Beiträge:
Bernd Hesse (Schulleiter)
Monica Lagowski, Lehrerin
Sonja Lummer, Lehrerin
Klaus Peter Müller, Lehrer
Simone Ogrodnik, Lehrerin
Christoph Rottwilm-Sander ,Lehrer
Klaus Thomas, Lehrer
Lay-out: Christoph Rottwilm-Sander
Titelblatt und graphische Darstellungen: Klaus Thomas (Lehrer)
Fotos: Horst Seifert, Christoph Rottwilm-Sander (Lehrer)
Januar 2008
Das Werk und seine Teile sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf deshalb der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Kollegiums der Hauptschule Georg.
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